LIFESTYLE
27/02/2016 10:05 CET

Studie belegt: Es ist okay, sein ganzes Geld fürs Reisen auszugeben

lzf via Getty Images
Erfahrungen erzeugen ein langfristiges Glücksgefühl und werden Teil unserer Persönlichkeit

Es stellt sich heraus, dass nicht der gewinnt, der mehr Besitz in From von Wertgegenstände hat. Zuletzt lacht der mit den meisten Erfahrungen. Denn Erfahrungen machen glücklich. Das behauptet zumindest Studien.

Was? Wir sollen also nicht unser ganzes Geld sparen, um immer das neuste Handy, Auto oder den neusten Fernseher zu haben?

Den Untersuchungen zufolge machen uns unsere gesammelten Erfahrungen am langfristigsten glücklich machen -- Reisen, Aktivitäten im Freien, das Erlernen neuer Fähigkeiten und Ausstellungsbesuche.

Sie werden zu einem Teil unserer Identität

Wir denken, weil und der brandneuen Fernseher länger bleibt als eine Reise nach Bermuda, wird das Glücksgefühl, dass wir empfanden als wir ihn kauften, auch länger anhalten wird. Unglücklicherweise ist dies nicht der Fall.

"Ein Gegner unseres Glückes ist die Adaption", sagt Thomas Gilovich, Professor für Psychologie an der Universität in Cornell, der seit Jahrzehnten über den Zusammenhang zwischen Geld und Glück forscht. "Wir kaufen Dinge, um uns glücklich zu machen, was auch gelingt." Dummerweise halte der Effekt jedoch nur kurz an. "Neue Sachen sind für uns erst aufregend, aber dann gewöhnen wir uns an sie."

Weil unser neuer Fernseher direkt vor uns steht, ist es einfacher sich an ihn zu gewöhnen. Langsamgerät er in den Hintergrund und wird zu einem elektronischen Mauerblümchen in unserem Leben. Ausflüge ,die wir unternehmen und Erfahrungen, die wir gemacht haben werden dagegen Teil unserer Identität.

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen

Denkt drüber nach: Was hatte eine stärkere Wirkung auf euch - das Videospiel, dass du als Kind bekommen hast, oder der Familienurlaub in Griechenland? Der Ausflug, der Geschichten bereithält, über die du mit deinen Geschwister immer noch lachst, wenn ihr euch an sie erinnert.

"Unsere Erfahrungen machen uns zu einem größeren Teil aus, als unsere materiellen Gegenstände", so Gilovich. Die Studie trägt den Titel"A Wonderful Life: Experiential Consumption and the Pursuit of Happiness," - auf deutsch: "Ein wundervolles Leben: Experimenteller Konsum und das Streben nach Glück. Sie wurde im "Journal of Consumer Psychology" veröffentlicht.

"Man kann Materielles wirklich gern haben. Man kann sogar denken, dass ein Teil der Identität mit diesen Dingen verwurzelt ist, aber nichtsdestotrotz bleiben sie separat von einem. Im Gegensatz dazu sind Erfahrungen tatsächlich ein Teil des Selbst. Wir sind die Summe unserer Erfahrungen."

Durch sie verbinden wir uns mit anderen Menschen

Der Mensch ist ein sehr soziales Wesen, bedeutungsvolle Beziehungen tragen enorm zu unserem Glück bei.

Gilovich erläutert weiter: „Ein Grund dafür, dass uns experimenteller Konsum mehr Befriedigung gibt, ist, dass sie uns leichter, tiefer und allgemeiner mit anderen verbinden.“

Unsere Erfahrungen machen uns zu dem, was wir sind, verbinden uns mit anderen Menschen und vergrößern somit unser Glück.

Also, was hält dich noch zurück? Nimm das Geld, das du eigentlich für ein neues Sofa ausgeben wolltest und buch einen Flug nach Thailand, besuche einen Kochkurs oder schau dir einfach nur die nächste Ausstellung des städtischen Museums an. Danach wirst du viel glücklicher sein.

Dies ist eine Übersetzung eines Beitrags von The Huffington Post US und wurde ursprünglich veröffentlicht auf "Your Tango".

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