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26/02/2016 10:15 CET | Aktualisiert 26/02/2016 10:16 CET

Heute geht Fifa-Chef Blatter - diesen beiden wollen Nachfolger werden

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Heute geht Fifa-Präsident Jospeh Blatter

Eine Ära geht zu Ende. Nach 6472 Tagen endet die Dauer-Regentschaft von FIFA-Chef Joseph Blatter beim außerordentlichen Kongress des Fußball-Weltverbandes in Zürich. Mit der Kür eines Nachfolgers für den gesperrten Präsidenten will die skandalerschütterte FIFA am Freitag den Neuanfang starten.

Die zwei Favoriten stehen schon fest. Die afrikanischen FIFA-Mitglieder wollen nach Angaben eines Verbandsvertreters bei der Präsidentschaftswahl geschlossen für Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa stimmen. "Er ist der Beste für die afrikanischen Bedürfnisse", sagte Simbabwes Verbandschef Phillip Chiyangwa der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor Beginn des Wahlkongress in Zürich.

Die Europäer wollen dagegen für Gianni Infantino stimmen. Der DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat sich für den UEFA-Generalsekretär als künftigen Chef des Fußball-Weltverbandes FIFA ausgesprochen. "Wir glauben, dass Infantino der richtige Mann ist, um einen Neuanfang zu schaffen", sagte Koch am Freitag vor Beginn des FIFA-Kongresses im Bayerischen Rundfunk. Der Schweizer Infantino sei "bestens mit den Interessen des europäischen Fußballs vertraut, und er kann diese dann auch am besten einbringen. Und es ist wichtig, dass wir die Führung des Weltfußballverbandes aus der europäischen Perspektive mitgestalten", erklärte Koch.

Vor der Wahl des Präsidenten steht noch eine andere Abstimmung an: die Annahme der umfangreichen Statuten-Reform. "Wenn das Reformpaket nicht angenommen wird, ist egal, wer Präsident wird, der hätte dann einen Scherbenhaufen", warnte FIFA-Exekutivmitglied Wolfgang Niersbach vor einem Scheitern des Erneuerungsprojekts.

Die Reform soll zukünftige Korruptionsskandale vermeiden. Nur mit der Trennung von politischer und ökonomischer Entscheidungsebene kann der Weltverband verhindern, dass die US-Justiz ihre Ermittlungen wegen der Korruptionsanschuldigungen intensiviert und sich die finanziell schwierige Situation der FIFA weiter verschärft.

Blatter hatte den Weg mit seiner Rücktrittankündigung freigemacht. Zu diesem Schritt war er aber erst durch die Ermittlungen der US-Justiz wegen Korruption und Vetternwirtschaft in der Funktionärs-Welt gedrängt worden. Der 79-Jährige hatte gehofft, sich auf dem außerordentlichen Kongress von den Delegierten umjubelt in den Funktionärsruhestand verabschieden zu können.

Daraus wurde nichts. Stattdessen hat er Hausverbot.

Mit Material der DPA

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