POLITIK
25/02/2016 18:05 CET | Aktualisiert 25/02/2016 18:23 CET

Bericht: Mehr als jeder zehnte registrierte Flüchtling in Deutschland ist nicht mehr aufzufinden

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Deutschen Behörden fällt es offenbar schwer, Ordnung in die Registrierung und Verteilung von Flüchtlingen zu bekommen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt.

Demnach räumt das Bundesinnenministerium ein, dass rund 13 Prozent der Menschen, die im vergangenen Jahr als Asylsuchende registriert wurden, nicht bei der zuständigen Aufnahmeeinrichtung angekommen sind.

Insgesamt waren 2015 etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge erfasst worden. Nach Informationen der "SZ" geht es also um mehr als 130.000 Menschen, die sich nicht in der Unterkunft ankommen, die ihnen zugewiesen wurde. Als mögliche Gründe habe das Ministerium unter anderem Weiterreisen in andere Länder und das „Untertauchen in die Illegalität“ genannt, berichtet das Blatt.

Die Antwort des Innenministeriums zeige zudem, dass die europäische Lastenteilung beim Flüchtlingsschutz zunehmend schlechter funktioniere. Deutschland könne immer weniger Asylbewerber an die eigentlich zuständigen EU-Länder abgeben, heißt es.

Demnach stellten die deutschen Behörden laut "SZ" nur noch bei jedem zehnten Asylbewerber die Anfrage an einen EU-Partner, diesen zurückzunehmen. Im Jahr 2014 sei dies noch bei jedem fünften Bewerber der Fall gewesen.

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