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23/02/2016 16:07 CET | Aktualisiert 23/02/2016 16:18 CET

"Pegida"-Effekt trifft Dresden: Touristen bleiben aus

Getty Images
Der "Pegida"-Effekt trifft Dresden

Aus Sachsen gingen in den vergangenen Tagen Bilder um die Welt, die schockierten. Ein pöbelnder Mob, der die Ankunft eines Busses voller Flüchtlinge behindert. Menschen, die vor einer brennenden Asylbewerberunterkunft jubeln. Und seit vielen Monaten gehen in Dresden Pegida-Anhänger auf die Straße.

Der Ruf des Bundeslands hat auch Auswirkungen auf den Tourismus: Erstmals nach sechs Jahren Wachstum sind die Touristen-Zahlen für Dresden rückläufig. Im vergangenen Jahr gingen die Übernachtungen um 3 Prozent zurück, bei den Ankünften gab es ein Minus von 2,3 Prozent.

Wissenschaftler ziehen fort

Bettina Bunge, die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), sprach am Dienstag von einem "Pegida-Effekt" und einem Imageverlust für die sächsische Landeshauptstadt.

Das habe auch eine repräsentative Markenstudie gezeigt. Vor allem bei Gästen aus dem Inland macht sich die Zurückhaltung bemerkbar: 2015 sank die Zahl ihrer Übernachtungen um 5,1 Prozent auf rund 3,4 Millionen.

Auch im Bildungssektor leidet Dresden unter den rechten Bewegungen. Einem Bericht von "Zeit Online" zufolge verlassen immer mehr internationale Wissenschaftler die Stadt.

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