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23/02/2016 14:30 CET | Aktualisiert 23/02/2017 11:12 CET

"Weil ich dich liebe"-Star Felicitas Woll spricht über Trennungen

Sat.1 / Joao Tuna
Felicitas Woll spielt in dem Film "Weil ich dich Liebe", eine Frau kurz vor der Scheidung - oder kommt doch alles ganz anders?

Winterblues? Nicht im Sat.1-Liebesfilm "Weil ich dich liebe" am Dienstag, am 20.15 Uhr. Denn im malerischen Lissabon spielt Felicitas Woll (36, "Liebe Mauer") eine attraktive Frau, die auf dem Weg zum Scheidungstermin vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens steht: Kann sie der Liebe, die einmal größer als das Leben war, noch eine Chance geben?

Frau Woll, glauben Sie, man sollte einer einer Beziehung, die eigentlich bereits in Trümmern liegt, noch eine Chance geben?

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Felicitas Woll: Das kommt doch darauf an, wie stark die Liebe ist und welche Vorstellungen und Wünsche man an die Beziehung hat. Wie sehr man sich vielleicht verletzt oder missverstanden fühlt. Das hängt von so vielen Dingen ab.

Man sollte in sich gehen und alles rekapitulieren. Wenn man dann vor dem Partner steht, entscheidet sich, ob es noch eine Chance gibt oder nicht. Ist das Gefühl füreinander stärker, lohnt es sich doch, dem noch eine Chance zu geben.

Derzeit sieht man Sie oft in Filmen, die als zentrales Element die Liebe haben - Zufall oder eine bewusste Entscheidung?

Woll: Das ist wirklich Zufall. Ich bin aber an Geschichten interessiert, die mir etwas über die Menschen erzählen. An denen ich vielleicht etwas Neues entdecken kann. Ich beschäftige mich gerne mit Tiefgründigem. Aber auch eine gute Komödie, kann tiefgründig sein. Das hat nichts mit einem Genre zu tun.

Sie selbst trennten sich vor vielen Jahren vom Vater ihres Kindes. Gibt es Parallelen aus Ihrem echten Leben zur Filmrolle?

Woll: Das ist eine fiktionale Geschichte und hat nichts mit meiner Geschichte zu tun.

Was raten Sie den Menschen, die gerade eine schwere Trennung durchstehen müssen?

Woll: Man sollte sich bei einer Trennung Zeit für sich nehmen, um herauszufinden, was man wirklich will. Wenn man kämpfen will für die Liebe, ist es doch wunderbar. Und man sollte anfangen, wirklich ehrlich und offen in der Beziehung zu sein, denn es hatte ja einen Grund, warum man vor einer Trennung stand. Dann kann der Neustart etwas Großes sein.

Aber wenn man merkt, dass mehr gegen die Beziehung und den Partner spricht, muss man sich dem Gefühl der Trauer hingeben und versuchen, wirklich abzuschließen. Das braucht Zeit, das wird wehtun. Aber wir wissen doch um den Schmerz einer Trennung und trotzdem verlieben wir uns immer wieder neu. Auch auf die Gefahr hin, dass es wieder auseinander geht. Schmerzhaftes, wunderbares Abenteuer, die Liebe.

Für den Dreh waren Sie mehrere Wochen in Lissabon. Wie war die Zeit für Sie?

Woll: Lissabon ist meine neue Lieblingsstadt. Sie hat so viel Leben. Die Menschen die ich dort kennengelernt habe, werde ich nicht vergessen. Ich bin gerne durch die Stadt gegangen und habe mir alle Ecken angeschaut, die nicht im Reiseführer standen.

Habe kleine Restaurants entdeckt, die typisch für Lissabon sind. Ich habe alle Kulturen gesehen, die dort miteinander leben und interessiert am Gegenüber sind. Das hat mich glücklich gemacht. Ich möchte bald wieder hin.

Mit Ihrem Film-Partner Renato Schuch haben Sie einige intensive Szenen. Wie war das Zusammenspiel für Sie?

Woll: Ich habe mit Renato einen wirklich guten Kollegen gehabt. Ich muss mich auf meinen Partner verlassen können beim Drehen. Von daher gab es vorher genaue Absprachen, wie die Szenen aussehen sollen. Jeder muss sich wohlfühlen.

Renato und ich hatten ähnliche Vorstellungen von den Szenen. Solche Szenen kann man nicht einfach spielen, die müssen choreografiert sein - ob es eine Liebesszene ist oder eine körperliche Auseinandersetzung.

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