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19/02/2016 19:31 CET | Aktualisiert 19/02/2016 19:49 CET

Studie: Es gibt vier Typen von Paaren. Zu welchem gehört ihr?

Henrik Sorensen via Getty Images
young couple in front of light wall, with huge heart made of red dots, dating

Von der "Bravo" über "Buzzfeed" bis zur "Brigitte": In den Zeitschriften und Internetseiten für praktisch jede Zielgruppe tummeln sich seit jeher Selbsttests, mit denen man seinen Beziehungstyp ermitteln kann. Bist du eher ein Freigeist? Oder eine Klette? Welches Symbol repräsentiert eure Beziehung am besten: ein Dornenbusch, fliegende Vögel oder verschlungene Ringe? Und was ist dein Lieblingstier?

Leider müssen wir euch enttäuschen: Hier wartet kein solches Quiz auf euch, das aus offensichtlichen bis vollkommen abwegigen Fragen herausfinden will, wie es um euch steht. Stattdessen gibt es harte Fakten: Forscher der University of Illinois wollen nämlich herausgefunden haben, dass es vier Typen von Beziehungen gibt.

Dafür haben Brian Ogolsky, Professor für humanitäre Entwicklungen und Familienstudien, und sein Team 400 Paare befragt, wie sie sich in ihrer Beziehung fühlen und ob sie sich vorstellen können, ihren Partner zu heiraten. 9 Monate begleiteten sie die Pärchen und beobachteten die Entwicklungen der Beziehungen.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer ließen sich auf vier verschiedene Arten auf eine tiefere Bindung zueinander ein.

1. Die Non-Stop-Sweethearts

Wer sich nicht nur für den Valentinstag, sondern für eigentlich jeden Tag nichts schöneres vorstellen kann, als sich zu zweit auf die Couch zu kuscheln und die gemeinsamen Lieblingsserien zu schauen oder sich auf stundenlangen Spaziergängen zu unterhalten, gehört wohl zum Typ "partnerfokussiertes Pärchen".

"Diese Partner sind sehr stark involviert miteinander und abhängig voneinander", erklärt Ogolsky. "Sie nutzen das, was in ihrer Beziehung passiert, um ihre Bindung auf eine tiefere Ebene zu bringen." Außerdem würden sie sehr vorsichtig und durchdacht Entscheidungen in der Beziehung treffen.

2. Die leidenschaftlichen Streithähne

Am einen Tag über beide Ohren verliebt, am nächsten Tag kurz vor der Trennung: Diese Pärchen leben für das Drama, ihre Beziehung ist eine wahre Achterbahnfahrt. Während eines Streits zweifelt man schon einmal aneinander - aber das bedeutet laut dem Forscherteam nicht, dass das gleich das Aus bedeuten muss.

"Diese Pärchen funktionieren in der Spannung zwischen Konflikten, die sie voneinander entfernen, und leidenschaftlicher Anziehung, die sie wieder näher zusammenbringt", sagt der Studienleiter. Diese Art der Liebe habe langfristig wohl nicht die besten Aussichten - wahrscheinlich sei, dass einer der Partner mit der Zeit genug davon habe und eine andere Art von Beziehung suche.

3. Die vernetzten Partykracher

Wer mit seinem Partner am meisten Spaß hat, wenn er mit der ganzen Truppe von Bar zu Bar zieht, bis früh morgens die Tanzfläche zusammen rockt und selbst am Katertag danach einen großen Spiele-Marathon mit allen Freunden zu Hause startet, ist wohl ein "sozial vernetzten Pärchen".

Sie haben viele gleiche Freunde und beziehen sich auch bei ihren Beziehungsentscheidungen auf ihr soziales Umfeld. Gleichzeitig sind sie aber auch sehr stabil: "Ideale Langzeit-Beziehungen auf Freundschaften basieren", so Ogolsky. Gemeinsame Freunde könnten dabei helfen, dass man sich einander näher fühlt.

4. Das "Alles ist ein Drama"-Pärchen

Irgendwas ist bei diesen Pärchen immer verkehrt: Ob der Partner nun gestern beim Weggehen der Frau vor einem in der Garderobenschlange angeblich auf den Hintern geschaut hat oder seine dreckige Unterwäsche nicht wegräumt.

Laut den Forschern ist das Problem: Sie treffen die Entscheidungen in ihrer Beziehung auf der Basis von anderen negativen Erfahrungen und lassen sich zu sehr von ihrem Umfeld beeinflussen. Also: Wer einen schlechten Tag halt, sollte das nicht am Partner auslassen.

Ansonsten würde man zulassen, dass die kleinen Dinge die Beziehung zerfressen. Bald würde man dadurch die ganze Beziehung in einem schlechten Licht sehen - und schließlich aufgeben.

Dementsprechend wundert es nicht, dass die "dramatischen" Pärchen, wie Ogolsky sie nennt, die geringste Chance auf eine glückliche Zukunft zusammen haben.

Die besten Aussichten auf eine Märchenzukunft haben laut dem Forscher übrigens die partnerfokussierten Pärchen. Das heißt: Couch Potatoes und Kletten sind die besten Pärchen?

Für alle, die sich in diesem einen Typ nicht wiederfinden: Vielleicht muss man die Studie doch wie viele der Selbsttests betrachten, nämlich mit ein bisschen Humor. Schließlich sind "Typen" normalerweise Extreme - und man muss sich nicht zu 100 Prozent darin erkennen.

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