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18/02/2016 16:42 CET | Aktualisiert 18/02/2017 11:12 CET

Reisetrends 2016: Die Angst fliegt mit

Die ersten Reisetrends des Jahres zeigt der "UrlaubsMonitor". Dabei handelt es sich um eine Studie, die vom größten Urlaubsportal im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurde. Von 90 Prozent der insgesamt rund 3000 Befragten werden vor allem Ägypten und Tunesien als unsichere Reiseländer eingestuft.

Der Studie von Holiday Check liegt der noch laufende Frühbucherzeitraum 2015/2016 zugrunde, der deutliche Trends zum Reisejahr 2016 erkennen lässt. Gewinner in puncto Sicherheit sind die Karibik und die USA, sowie die europäischen Destinationen Kroatien, Bulgarien und Griechenland. Sie gelten bei den Befragten im Gegensatz zu Ägypten und Tunesien als sicher bis sehr sicher. Die aktuelle Sicherheitslage in den Ländern Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Indonesien, Thailand und Mexiko können Verbraucher der Umfrage zufolge nicht klar einschätzen. Fast 30 Prozent der Befragten wussten nichts von den Verhältnissen in den arabischen Ländern Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Frühbucher-Verlierer sind neben Tunesien und Ägypten auch Malta, Zypern und die Türkei. Länder also, die von politischen Unruhen beziehungsweise der aktuellen Flüchtlingsproblematik betroffen waren oder sind. Die Nachrichtenlage spielt demnach bei der Wahl des Urlaubsziels der Deutschen eine große Rolle. Profitiert haben Bulgarien, Spanien, Portugal, die Dominikanische Republik und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bulgarien, das mit einem Tagesdurchschnittspreis von 67 Euro pro Person zu den günstigsten Reiseländern zählt, legte bei den Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um satte 72 Prozent zu. Spanien und Portugal verzeichnen ein Buchungsplus von knapp 40 Prozent, über das sich überwiegend die Inseln Mallorca, Gran Canaria (Spanien) und Madeira (Portugal) freuen.

Die Gewinner: Montenegro, Tansania und der Oman

Das Interesse für die Newcomer-Ziele Montenegro, Tansania und Oman stieg stark an. Bei der 90-prozentigen Zunahme für Montenegro spielte auch der günstige Preis von circa 88 Euro pro Person und Urlaubstag eine Rolle. Tansania mit der tropischen Insel Sansibar kommt auf knapp 60 Prozent gestiegene Buchungen, das Sultanat Oman auf 50 Prozent im Vergleich zur Frühbuchersaison des Vorjahres.

Bei den vom "UrlaubsMonitor" ermittelten durchschnittlichen Kosten eines Pauschalurlaubs pro Person und Tag kam heraus, dass der deutsche Nutzer rund 136 Euro ausgibt. Viele Destinationen liegen allerdings deutlich darunter. In Tunesien fielen die Preise gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf durchschnittlich 57 Euro pro Kopf und Tag, was dem Land den ersten Platz der günstigsten Pauschalreiseziele 2016 einbrachte. Es folgen Bulgarien (67 Euro), Ägypten (72 Euro) und die Türkei (73 Euro). Dagegen ist Ungarn mit 90 Euro pro Person und Tag gegenüber dem Vorjahr am teuersten geworden. Mit plus zehn Prozent auf 155 Euro liegt Curaçao auf Platz zwei der Pauschalreiseziele mit dem höchsten Preisanstieg, gefolgt von Großbritannien mit einem Anstieg um neun Prozent auf 116 Euro.

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