POLITIK
18/02/2016 06:59 CET | Aktualisiert 18/02/2016 07:37 CET

Politologe: AfD wird aus Protest gewählt, nicht wegen ihrer Kompetenz

Nigel Treblin via Getty Images
HANOVER, GERMANY - NOVEMBER 28: Chairwoman Frauke Petry arrives to the AfD (Alternative fuer Deutschland) federal party congress on November 28, 2015 in Hanover, Germany. The AFD aims to enter three new state parliaments in 2016 by luring conservative voters angry with Chancellor Angela Merkel's open-door asylum policy. This weekend the party will outline its plan to bring order to what it calls the 'asylum chaos.' (Photo by Nigel Treblin/Getty Images)

Die Alternative für Deutschland (AfD) wird nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Everhard Holtmann vor allem aus Protest gegen etablierte Parteien gewählt. "Die AfD zieht aus allen Lagern Protestwähler an", sagte der Professor der Martin-Luther-Universität in Halle am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Die AfD wird nicht wegen ihrer Sachkompetenz oder ihrer Personen gewählt", so Holtmann. Unsicherheit und Besorgnis über die Flüchtlingspolitik seien weitere Motive.

Nach einer Umfrage des MDR würde die AfD bei der Landtagswahl am 13. März auf Anhieb mit 17 Prozent in den Landtag einziehen. Das wäre das beste Ergebnis, das die AfD jemals bei Landtagswahlen erreichte. Die derzeit 17 Prozent in Sachsen-Anhalt sei aber kein Ausreißer, sagte Holtmann. Das liege "in etwa auf dem Niveau, das in ganz Ostdeutschland gemessen wird."

Die Politik in Sachsen-Anhalt dürfe nun nicht den Eindruck erwecken, sie habe das Flüchtlingsthema nicht im Griff. "Das Land ist in der Lage - auch durch eine faktische Allianz kommunaler Politiker und ehrenamtlicher Helfer - humane und sozialverträgliche Lösungen zu bieten", sagte Holtmann. Dies müsse der Vernebelungspolitik der AfD entgegengestellt werden.

Auch auf HuffPost:

"Wenn Mensch auf Stuhl festgenagelt ist": Schäuble in griechischer Sendung beleidigt

Lesenswert

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.