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16/02/2016 17:23 CET | Aktualisiert 16/02/2016 18:05 CET

Keiner konnte zu dem Mädchen durchdringen. Dann kauften seine Eltern eine Katze

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Child is kissing a cat

Iris Grace ist sechs Jahre alt und leidet an einer schweren Form des Autismus. In ihren ersten Lebensjahren kommunizierte sie kaum mit der Außenwelt – auch nicht mir ihrer Mutter Arabella Carter-Johnson aus Großbritannien.

Arabella war verzweifelt, denn Iris hatte Angst vor Wasser, konnte morgens nur schwer aufstehen und erwiderte die Zuneigung ihrer Eltern überhaupt nicht. Das einzige, was sie gerne tat, war malen.

Dann beschlossen die Eltern, Iris Grace eine Katze zu kaufen.

So fanden sie einen ungewöhnlichen, aber liebevollen Weg, um zu ihrer Tochter durchzudringen.

Denn als sie mit der Katze nach Hause kamen, fasste Iris augenblicklich Vertrauen zu ihrem neuen Haustier. „Sie saßen nebeneinander, die Katze schmiegte sich an Iris“, erzählte die Mutter in dem autobiographischen Roman „Iris Grace“.

Sie nannten die Katze „Thula“. Vom ersten Moment an veränderte sich durch Thula etwas in Iris Verhalten. Sie ließ ihr neues Haustier schon am ersten Tag bei sich im Bett übernachten und lächelte es morgens an. Iris stand plötzlich am Morgen auch ganz einfach auf, um mit Thula zu spielen oder sie zu streicheln.

Iris and Thula in the kitchen Studio :-)http://www.irisgracepaintingshop.comwww.irisgracepainting.com

Posted by Iris Grace Painting on Montag, 31. August 2015

Bald bemerkten die Eltern, dass Iris Vertrauen zu ihrer Katze auch das Vertrauen zu ihnen stärkte.

„Einmal drehte sie sich zu mir um, lächelte mich an und umarmte mich. Ein wunderschönes Zeichen ihrer Zuneigung. Dann umarmte sie auch noch meinen Mann P.J. Wir konnten unser Glück nicht fassen“, schrieb Arabella Carter-Johnson.

Von da an sah Arabella die Katze als einen Schlüssel, um zu ihrer Tochter durchzudringen. Als sie etwa bemerkte, dass Thula (als wohl eine der wenigen Katzen) keine Angst vor Wasser hatte, wusste sie, dass Iris Grace mit der Hilfe des Haustiers auch ihre Scheu vor Wasser verlieren würde. Und das tat sie, als Arabella ihre Tochter gemeinsam mit der Katze in die Badewanne setzte.

Als die Mutter beschloss, ihre Tochter zu Hause zu unterrichten, war Thula ihr dabei ebenfalls behilflich.

Alles, was sie Iris beibrachte, versuchte sie irgendwie mit Katzen zu verbinden – und schon gelang es ihr, Iris trotz ihrer unheimlich kurzen Aufmerksamkeitsspanne zu unterrichten.

Sie bastelten gemeinsam Katzenmasken im Kunstunterricht, zählten Thulas Schnurrbarthaare in Mathematik, und lasen ein Buch über die Geschichte der Katze, um über die Ägypter zu lernen.

Die Mutter musste lernen, dass man mit einem autistischen Kind andere Wege der Erziehung und Ausbildung beschreiten muss. Und das hat sie dank ihrer Katze Thula herausgefunden.

Arabella Carter-Johnson hat einen Roman über das Leben mit ihrer autistischen Tochter geschrieben: "Iris Grace" erscheint am 25. Februar 2016 beim Penguin Verlag.

Thula watches what Iris watches and Iris watches what Thula watches :-)

Posted by Iris Grace Painting on Mittwoch, 25. März 2015

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