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12/02/2016 11:29 CET | Aktualisiert 12/02/2016 14:57 CET

Demenz: Bildung könnte Demenz-Risiko verringern

ozgurcankaya via Getty Images
Reduziert sich die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken durch eine bessere Bildung?

Reduziert sich die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken durch eine bessere Bildung? Die Frage wirft eine neue Studie aus den USA auf. Die Relevanz dieser Überlegung ist hoch: Allein in Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz. Jedes Jahr kommen mehr als 300.000 Neuerkrankungen dazu. Bis zum Jahr 2050 könnte es aufgrund der hohen Lebenserwartung bei uns drei Millionen Demenzkranke geben.

Diesem Anstieg kann der Alzheimer Gesellschaft zufolge nur entgegengewirkt werden, wenn Fortschritte in der Therapie und Prävention erreicht werden. Eine Studie der Boston University School of Medicine lässt hierfür neue Ansatzpunkte erahnen: Denn demnach könnte eine gute Bildung sowie kardiovaskuläre Gesundheit helfen, die Wahrscheinlichkeit für eine Demenzerkrankung zu reduzieren. Die Ergebnisse haben die Forscher jetzt im Fachjournal "New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Probanden sind Teil der "Framingham Heart Study"

In den USA ist die Häufigkeit der Demenzerkrankungen seit Mitte der 1970er Jahre zurückgegangen. Zudem stieg das Alter, in dem die Diagnose gestellt worden ist. Also setzte die Erkrankung vor über 40 Jahren durchschnittlich im Alter von 80 Jahren ein, sind die Betroffenen heute bereits 85. Das erklärt das Portal "Heilpraxis.net" und beruft sich dabei auf die Forscher.

Deren Schlussfolgerung: Es könnte Möglichkeiten geben, die Erkrankung herauszuzögern. Hierfür wurden Gesundheitsdaten von 5205 Testpersonen ausgewertet. Sie gehörten alle der sogenannten "Framingham Heart Study“ an, die bereits seit 1948 läuft, und waren mindestens 60 Jahre alt. Auch bei ihnen sank prozentual die Zahl der Demenzkranken.

Einfluss auf diese Entwicklung könnten der Studie zufolge Faktoren wie Bildung und die Herzgesundheit haben. Denn Anfang des 21. Jahrhunderts sank die Demenz-Häufigkeit bei den Probanden um 44 Prozent - jedoch nur bei Menschen mit Schulabschluss, heißt es in dem Studien-Expose.

Bildung und Herz-Gesundheit zögern wohl Demenzerkrankungen heraus

Hierbei muss nicht die Bildung selbst ausschlaggebend sein. Ein weiterer Erklärungsansatz der Forscher ist dem Gesundheitsportal zufolge nämlich, dass die Bildung nur den ökonomischen und sozialen Status des Einzelnen widerspiegelt. Diese können eine Voraussetzung für eine gute Pflege sein, erklärt demnach Sudha Seshadri von der "Boston University School of Medicine".

Zudem ergab die US-Studie, dass der der Rückgang des Demenzrisikos auch mit einer Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit verbunden ist. Das berichtet "Heilpraxis.net" weiter.

Eine Überlegung, die nicht unbedingt überrascht. Eine Studie der MedUni Graz hatte erst vor wenigen Monaten ergeben, dass es einen kausalen Effekt der Fitnessleistung auf die kognitive Fähigkeit gibt.

Doch letztlich konnte auch die US-Forscher nicht gänzlich klären, wieso die Zahl der Demenzerkrankungen prozentual zurückgegangen ist. Das macht die Conclusio des Exposes deutlich.

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