POLITIK
11/02/2016 21:22 CET | Aktualisiert 12/02/2016 12:39 CET

Milliardär Soros: "Putin ist für Europa gefährlicher als der IS"

Mikhail Svetlov via Getty Images
STAVROPOL, RUSSIA - JANUARY 25: (RUSSIA OUT) Russian President Vladimir Putin speaks during the conference of All-Russia People's Front on January 25, 2016 in Stavropol, Russia. Putin is meeting with his supporters from Kremlin-backed movement, also known by its Russian initialism ONF today. (Photo by Mikhail Svetlov/Getty Images)

Es ist ein Vorwurf, der noch für Diskussionen sorgen wird: In einem Gastbeitrag für den britischen "Guardian" schreibt der US-Milliardär und Investor George Soros, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine "größere Gefahr für Europas Existenz als der IS" sei.

Attacken von dschihadistischen Terroristen seien zwar furchteinflößend, seien aber nicht vergleichbar mit der Gefahr, die von Russland ausgehe, schreibt Soros.

"Schmerzlicher Fehler"

"Die führenden Köpfe der USA und der EU begehen einen schmerzlichen Fehler, wenn sie denken, dass Putin ein möglicher Alliierter im Kampf gegen den IS ist. Die Indizien widerlegen das. Putins Ziel ist es, den Zerfall der EU voranzutreiben. Der einfachste Weg das zu schaffen ist Europa mit syrischen Flüchtlingen zu überfluten", schreibt Soros.

Doch er schreibt auch: "Putin ist kein strategischer Denker."

Der gebürtige Ungar ist einer der weltweit bekanntesten Finanzinvestoren. Er verfügt über einen Milliardenvermögen, spendet jedoch regelmäßig hohe Summen. Er gilt aber als überzeugter Anhänger des demokratischen Systems. Er betreut zahlreiche Fonds, unter anderem den Quantum Funds.

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Mitunter brachte Soros mit seinen Finanz-Spekualationen allerdings ganze Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds. Bekannt wurde er, als er im Jahr 992 auf die Abwertung des britischen Pfunds wettete und am Ende damit rund eine Milliarde US-Dollar einsackte.

Zuletzt hatte der Unterstützer der Demokraten in einem Gastbeitrag im Guardian die republikanischen Umfragelieblinge Donald Trump und Ted Cruz mit Terroristen verglichen. Beide wollten, dass die Menschen verängstigt seien, so Soros.

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