POLITIK
10/02/2016 05:01 CET | Aktualisiert 10/02/2016 08:15 CET

US-Geheimdienstkoordinator: IS mischt Kämpfer unter Flüchtlinge

DPA/Albaraka News
IS-Kämpfer im Irak

Der IS soll Terroristen mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa einschleusen. Das sagte der US-Geheimdienstkoordinator James Clapper am Dienstag bei einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des US-Senats. Er sagte wörtlich, dass die IS-Miliz "den Flüchtlingsstrom ausnutzt".

Die Terroristen seien zudem "ziemlich geschickt" bei der Herstellung falscher Pässe. Mit denen statten sie ihre Kämpfer für die Reise nach Europa aus.

Zudem gehe eine Gefahr durch die Internet-Propaganda der Terroristen aus. In den USA aufgewachsene Extremisten stellen für das Land nach Einschätzung des Geheimdienstes eine immer größere Gefahr dar. Der vermeintliche Erfolg von Attacken gewaltbereiter einheimischer Extremisten in Europa und Nordamerika könnte andere dazu anspornen, diese zu kopieren.

Die Internet-Propaganda sei die größte Gefahr für die USA. Menschen könnten sich durch die IS-Propaganda im Internet radikalisieren und Anschläge verüben. Als Beispiel nannte er die Attacke Anfang Dezember im kalifornischen San Bernardino, als ein pakistanischstämmiger US-Bürger zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau die Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers gestürmt und 14 Menschen getötet hatte.

Der IS sei "die vordringliche Terrorbedrohung", sagte Clapper. Neben dem in Syrien und im Irak ausgerufenen Kalifat schlage die Organisation auch in anderen Ländern Wurzeln, insbesondere in Libyen. Der US-Geheimdienstkoordinator zeigte sich besorgt über die "wachsende Fähigkeit, Anschläge gegen eine große Reihe von Zielen rund um die Welt auszuführen und zu inspirieren".

Mit Material der AP

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