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07/02/2016 14:12 CET | Aktualisiert 07/02/2016 16:01 CET

Diese Zahlen zeigen, warum die Welt den Durchbruch ins grüne Energiezeitalter schaffen könnte

Thinkstock

Während die Weltgemeinschaft erst vor kurzem ein neues Klimaabkommen geschmiedet hat, legen Länder rund um den Globus beeindruckende Zahlen im Bereich der Erneuerbaren Energien vor.

Das lässt hoffen, dass die ehrgeizigen Klimaschutzziele auch tatsächlich erreicht werden können. Hier sind die Details:

Der Ausbau der Kraftwerke, die nachhaltige Energiequellen wie Sonne, Wind und Geothermie nutzen, ist im vergangenen Jahr stark gestiegen.

Und nicht nur das: Auch in Zukunft sieht es gut aus. Das liegt vor allem an einem wichtigen Trend: Nicht nur Industrienationen, sondern vor allem Entwicklungsländer beteiligen sich mittlerweile am Ausbau. Das berichtet das australische Onlinemagazin "RenewEconomy".

Noch vor wenigen Jahren war das anders. Da waren es nur einzelne Länder, die den Markt der erneuerbaren Energien dominierten.

Damit könnte gelingen, was vor wenigen Jahren noch undenkbar war: 2030 könnte grüne Energie die Kohle als wichtigste Stromquelle ablösen. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Energieagentur hervor. Das wäre das Ende des dreckigen Kohlezeitalters - und der Beginn einer Zeit mit sauberer Energie.

Mittlerweile sind weltweit Windkraftwerke mit einer Leistung von 365 Gigawatt installiert. Zum Vergleich: Alle Atomkraftwerke auf der Welt kommen auf 377 Gigawatt. Grob gerechnet reicht das, um den deutschen Stromverbrauch von zwei Jahren zu decken.

Auch auf dem Gebiet der Sonnenenergie ging es voran. Zwischen 2004 und 2007 war besonders Deutschland führend auf dem Gebiet der Photovoltaik. Doch mittlerweile hat China den größten Anteil am Ausbau der Sonnenkraftwerke.

Der "Photovoltaik Markt Allianz" (AVMA) zufolge wuchs der chinesische Markt letztes Jahr um 37 Prozent und überholte Deutschland. Die Chinesen besitzen inzwischen Solaranlagen mit einer Leistung von 43 Gigawatt, Deutschland kommt auf rund 40 Gigawatt.

In Europa haben die Briten wiederum die ehrgeizigsten Pläne für die Zukunft. Bis 2020 will das Land spektakuläre 22 Gigawatt Leistung haben. Dafür muss das Land jährlich fast doppelt so viel Solarenergie aufbauen wie Deutschland im vergangenen Jahr.

Hier ist aber die eigentliche Neuigkeit: 2014 und 2015 bauten die Entwicklungsländer ähnlich viel Kapazität aus wie die entwickelten Länder. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien hervor.

Politiker überall fangen an zu begreifen, dass die Zukunft in der Nachhaltigkeit liegt. Das Bewusstsein, mit sauberen Energien die Umwelt zu schützen, dem Klimawandel vorzubeugen und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile zu erreichen, hat scheinbar überall auf der Welt Schule gemacht.

Steve Sawyer vom Globalen Wind Energie Rat, der globalen Interessenvertretung der Windbranche, sagte: "In den vergangenen Jahren sind Brasilien, Mexiko, Südafrika bei Ausbau der Erneuerbaren führend gewesen." Nun kämen aber auch Staaten wie Ägypten, Kenia und Äthiopien hinzu. Außerdem Chile, Vietnam und Pakistan.

Der erneuerbaren Revolution scheint also nichts mehr im Weg zu stehen.

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