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05/02/2016 12:21 CET | Aktualisiert 05/02/2016 13:12 CET

Marokko: Erster Teil des weltgrößten Solarkraftwerkes in Marokko eröffnet

Schott dpa
Einer der größten Solarparks der Welt wurde jetzt in Marokko nahe der Sahara eröffnet (Symbolbild)

Einer der größten Solarparks der Welt wurde jetzt in Marokko nahe der Sahara eröffnet. Am Donnerstag weihte König Mohammed VI. die Anlage in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Ouarzazate ein. Der 3,5 Milliarden Euro teure Park "Nur I" gilt als die erste Phase eines Projekts, das 1,2 Millionen Marokkanern mit Strom versorgen und das größte Solarwärmekraftwerk weltweit sein könnte.

Die Anlage "Nur 1" hat nach Angaben der marokkanischen Agentur für Solarenergie eine Leistung von 160 Megawatt. In den kommenden Jahren sollen in der Nähe der Stadt Ouarzazate noch die Kraftwerke "Nur" (Arabisch: Licht) 2 bis 4 fertiggestellt werden.

Das finanziell angeschlagene Marokko will seine Produktion erneuerbarer Energien in den nächsten Jahren massiv ausbauen und damit seine Versorgungsmängel im Bereich Energie beheben. Bis 2020 soll die Leistung der Solaranlagen auf 2000 Megawatt erweitert werden.

Der Strom soll auch exportiert werden. Die Bundesregierung hatte Marokko für 2015 Entwicklungshilfe in Höhe von 485 Millionen Euro zugesagt. Davon waren 430 Millionen Euro ein Darlehen für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Und: Über den Climate Investment Funds (CIF) wurden umgerechnet weitere 390 Millionen Euro in das Projekt investiert. CIF-Vertreter erklärten, die Anlage werde das größte Solarwärmekraftwerk weltweit sein. Dabei handelt es sich um Anlagen, die die Sonnenwärme über Absorber für die Energieerzeugung nutzen.

Marokko sei für das Projekt ausgewählt worden, weil es unter anderem politisch stabil sei. Zudem habe die Regierung in Rabat eigens eine Solarenergiebehörde geschaffen und im Jahr 2012 Maßnahmen für die Abkehr von fossilen Brennstoffen getroffen.

Umweltaktivisten zeigten sich aber besorgt über die für den Park benötigte Nutzung von Wasser aus dem nahe gelegenen Damm Mansour Eddahbi. Hintergrund ist die anhaltende Dürre in der Region.

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