POLITIK
05/02/2016 16:47 CET | Aktualisiert 05/02/2016 17:09 CET

IS schickte sie,um Anschläge zu begehen: 5 beunruhigende Fakten über die festgenommenen Terrorverdächtigen

Erst kommt die Polizei einer mutmaßlichen Terrorzelle auf die Schliche, dann veröffentlicht sie ein Foto des Hauptverdächtigen in Kampfmontur. Er soll mehrere Alias-Identitäten genutzt haben.

Hier sind fünf beunruhigende Fakten über die Terrorverdächtigen, die nun in Haft sitzen.

1. Terroristen wurden offenbar gezielt vom IS geschickt

Die beiden im Sauerland verhafteten Terrorverdächtigen sind möglicherweise gezielt von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Deutschland geschickt worden, um Attentate zu verüben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen gehen die Ermittler entsprechenden Indizien nach. Einen Beleg dafür haben sie demnach aber nicht. Die Fahnder erhoffen sich weitere Hinweise von der Auswertung von Computern und Mobiltelefonen, die sie zuvor bei der Anti-Terror-Razzia sichergestellt hatten.

Bei der Razzia in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen am Donnerstag wurde die mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen. Es gab drei Festnahmen, eine davon in Berlin. Insgesamt wird gegen vier Algerier zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Den Hinweis, der zu den Durchsuchungen führte, gab das Bundesamt für Verfassungsschutz nach Behördenangaben bereits Anfang Januar.

2. Das Terrorpaar nutzte verschiedene Alias-Identitäten

Das im Sauerland unter Terrorverdacht festgenommene algerische Ehepaar nutzte mehrere Alias-Identitäten. Der 34 Jahre alte Hauptverdächtige trat mit mindestens drei falschen Familiennamen auf, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Seine 27 Jahre alte Ehefrau, die genau wie er in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Attendorn festgenommen wurde, nutzte demnach mindestens eine Alias-Identität.

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Das Foto soll den Hauptverdächtigen mutmaßlichen IS-Terroristen zeigen

3. Mann soll in Syrien militärisch ausgebildet worden sein

Die Polizei veröffentlichte ein Foto des Hauptverdächtigen, das ihn mit verschiedenen Waffen zeigt. Den Ermittlern lägen mehrere Bilder vor, die den Aufenthalt des Algeriers in Syrien belegen. Der Mann soll dort zudem militärisch ausgebildet worden sein. Mit seiner Familie reiste er demnach Ende 2015 nach Deutschland ein und stellte mit syrischen Personalien einen Asylantrag.

4. Verfassungsschutz legt nahe, dass die Terroristen als Flüchtlinge einreisten

"Wir haben bei den Terroranschlägen in Paris vom 13. November gesehen, dass der IS bewusst Terroristen unter den Flüchtlingen einschleusen will und eingeschleust hat", sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen im ZDF-"Morgenmagazin". "Danach haben wir auch wiederholt gesehen, dass Terroristen - man kann sagen camoufliert, verdeckt - als Flüchtlinge eingeschleust werden."

5. Konkrete Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht, aber...

Hinweise auf einen kurzfristig geplanten Anschlag hat der Verfassungsschutz allerdings nicht. Es habe aber konkrete Hinweise gegeben, "dass es Leute in Deutschland gibt, die Planungen verfolgen, Anschläge zu begehen", sagte Maaßen. Die Algerier hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft womöglich einen Anschlag in Berlin geplant. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen wurde ihr Vorhaben im Frühstadium durchkreuzt, konkrete Anschlagsziele waren noch nicht ausgekundschaftet.

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