POLITIK
04/02/2016 04:20 CET | Aktualisiert 04/02/2016 05:27 CET

"Lüge": AfD-Politker sorgt für Eklat bei Diskussionsrunde

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Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry

Die AfD steht in der Kritik. Frauke Petrys Äußerung zum Schusswaffengebrauch an der Grenze kam auch bei den eigenen Wählern nicht gut an. Doch die AfD scheint einen ganz eigenen Weg gefunden zu haben, damit umzugehen: Man behauptet einfach Petrys Äußerung seine eine Erfindung der "Lügenpresse".

So hat in Worms ein AfD-Politiker für einen Eklat gesorgt. Wie der SPD-Generalsekretär von Rheinland-Pfalz, Jens Guth, auf seiner Facebook-Seite schreibt, soll der AfD-Politiker Matthias Lehmann am Mittwochmorgen für einen kleinen Skandal bei einer Diskussionsrunde gesorgt haben.

Vor der Wahl im März stellte sich der Politiker einer Diskussion. In der Karl-Hoffmann-Schule in Worms seien demnach Jens Guth (SPD), Adolf Kessel (CDU), Richard Grünewald (Grüne), Christian Götz (FDP) und Matthias Lehmann (AfD) bei einer Diskussionsrunde geladen gewesen. Als ein Schüler den AfD-Mann nach dem "Schießen auf Flüchtlinge" an der Grenze befragte, habe Matthias Lehmann dies als eine Lüge abgetan.

AfD-Vertreter sorgt für Eklat! Heute Morgen hatte die Karl-Hoffmann-Schule in Worms zur Diskussionsrunde...

Posted by Jens Guth on Mittwoch, 3. Februar 2016


Das wollten die anderen Politiker so nicht stehen lassen. Als der SPD-Generalsekretär Jens Guth Lehmann auf die Aussagen von AfD-Spitzenkandidatin Frauke Petry und deren Stellvertreterin Beatrix von Storch vom Wochenende hinwies, habe der AfD-Politiker den Raum verlassen. Dabei habe er Guth zufolge gesagt, dass "er nicht mit Lügnern diskutieren wolle".

Das scheint ein typisches Verhalten bei AfD-Politikern zu sein. Schon Petry selbst reagierte in ähnlicher Weise auf Kritik an ihre Äußerung. Dem "Mannheimer Morgen", mit dem sie das fragliche Interview führte, warf sie eine "verkürzte und völlig sinnentstellte" Wiedergabe ihrer Worte vor: "Man wollte die Schlagzeile produzieren, dass die AfD auf Flüchtlinge schießen will".

Der "Mannheimer Morgen" wies dies zurück. Petry habe der Zeitung das Interview angeboten, sie habe jedes Wort zur Autorisierung vorgelegt bekommen, jedes Wort und jeden Satz mehrmals gelesen und schließlich zur Veröffentlichung freigegeben.

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