Frauen mit großen Brüsten posieren für das Projekt Curvy Berlin

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CURVY BERLIN
Simon Akstinat
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Kennen wir das nicht alle? Man läuft so durch die Straßen und dann bleibt der Blick auf einmal an einem Menschen hängen. Man schaut fast vorbei, doch dann gleich nochmal. Man schaut noch länger hin und hofft, dass die Person es nicht merkt. Aber man kann nicht anders, denn: Dieser Mensch ist einfach besonders schön.

curvy berlin

So ähnlich ist es auch dem Berliner Fotografen Simon Akstinat gegangen. Doch er hat nicht einfach nur geschaut. Er hat die Schönheiten angesprochen. Und sie gefragt, ob sie nicht Lust hätten, sich von ihm für einen Kalender fotografieren zu lassen.

Einen ganz außerordentlichen Kalender: „Curvy Berlin“. Auf gut deutsch: Berlinerinnen mit natürlichen Kurven.

"Curvy Berlin"

Mittlerweile gibt es den Kalender bereits im dritten Jahr. Mit jeweils 14 jungen Frauen: Alle Berufsgruppen von Studentinnen über Sängerinnen bis hin zu Erzieherinnen sind dabei, Frauen mit ganz unterschiedlichem Aussehen, aber mit einer Gemeinsamkeit: Sie haben eine große Oberweite.

curvy berlin

Für viele der „Curvy Berlin“-Models war es nicht selbstverständlich, sich selbst als attraktiv wahrzunehmen. Denn oft genug erleben sie, dass sie wegen ihrer Brüste dumm angemacht werden: „Kannst du überhaupt die Arme verschränken?“, „Darf ich mal anfassen?“, „Das ist ja nicht mehr schön!“, „Muss ja schlimm sein mit solchen Brüsten!“ – und das oftmals von wildfremden Menschen.

Natürliche Kurven

Dass sie schön sind und zwar nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Figur, zu dieser Erfahrung hat auch der Kalender einiges beigetragen. „Ich konnte mir vorher gar nicht vorstellen, dass tatsächlich jemand diese Bilder toll finden würde, weil ich mich bis dahin nie als sonderlich hübsch empfunden habe“, sagt Laura, die „Miss September“ im „Curvy Berlin“-Kalender 2016. „Ich begann aber, mich immer wohler in meinem Körper zu fühlen, weil diese Fotos und auch die anderen Models mir Kraft gaben.”

Für Simon, den Fotografen, eigentlich eine Selbstverständlichkeit. „Ich sehe diese Frauen nicht als Frauen mit Einschränkung. Oft heißt es, sie seien ‚auch schön‘. Da schwingt immer die Idee mit, dass sie zwar schön, aber doch nur zweite Wahl seien. Das sehe ich ganz anders. Für mich sind die „Curvy Berlin“-Frauen die erste Wahl!”

Das, finden wir, kann man so stehen lassen.

Hier geht es zur Facebook-Seite von Curvy Berlin und hier lässt sich der 2016-Kalender bestellen und der 2017er auch schon vorbestellen: curvyberlin@gmail.com.

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