POLITIK
02/02/2016 04:43 CET | Aktualisiert 02/02/2016 10:13 CET

Schlappe für Trump: Ted Cruz gewinnt in Iowa

Getty
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Ted Cruz

Im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat Ted Cruz bei den Republikanern die erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa für sich entschieden. Bei den Demokraten holte sich Ex-Außenministerin Hillary Clinton in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) mit einem hauchdünnen Abstand von nur wenigen zehntel Prozentpunkten den Sieg vor Bernie Sanders (74), dem Senator aus Vermont.

Nach 99 Prozent der übermittelten Stimmen lag Clinton bei 49,9 Prozent, Sanders bei 49,6 Prozent. In vier Wahlkreisen hatte es Probleme bei der Übermittlung der Ergebnisse gegeben, in mindestens einem Wahlkreis musste für die Zuordnung eines County-Delegierten eine Münze geworfen werden.

Das Ergebnis ist vor eine Schlappe für Donald Trump. Im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat Ted Cruz bei den Republikanern die erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa laut US-Medien für sich entschieden. Der erzkonservative Senator aus Texas lag nach übereinstimmenden Angaben aller großer Sender mit etwa 24 Prozent uneinholbar vorn.

Damit verwies er Donald Trump auf Platz zwei. Für den Immobilienmogul aus New York ist das eine schmerzliche Niederlage. Auf einem sehr starken dritten Platz landete bei den Republikanern Marco Rubio, der Senator aus Florida, knapp hinter Trump.

Trump will nun alle Kräfte auf die nächsten Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina richten. "Wir werden uns diese Nominierung für die Präsidentschaft holen", rief er seinen Anhängern in Des Moines zu. "Und wir werden Hillary oder Bernie Sanders oder wen auch immer sie da aufstellen, locker schlagen", sagte er in der Nacht zum Dienstag.

Trump gab sich als guter Verlierer. "Ich fühle mich sehr geehrt", sagte er. Zu Beginn des Rennens habe niemand gedacht, dass er in Iowa überhaupt unter die ersten Zehn kommen könne.

Die US-Vorwahlen werden schon in der nächsten Woche im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire fortgesetzt. Bei den Demokraten liegt dort Sanders nach Umfragen deutlich in Front. Der 74 Jahre alte Senator mit einem für US-Verhältnisse dezidiert linken Programm kommt aus dem Nachbarstaat Vermont. Bei den Republikanern führt Trump in New Hampshire mit deutlichem Vorsprung.

Mit Material der DPA

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