POLITIK
01/02/2016 07:07 CET | Aktualisiert 01/02/2016 07:10 CET

Neue Studie: Flüchtlinge kosten Deutschland 50 Milliarden Euro in zwei Jahren

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Flüchtlinge werden Deutschland in diesem und dem kommenden Jahr fast 50 Milliarden Euro kosten. Das berichtet die "Rheinische Post" am Montag unter Berufung auf eine neue Prognose des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

In diese Summe eingerechnet sind Unterbringung, Verpflegung sowie Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge. Für dieses Jahr rechnen die Autoren der Studie mit 1,5 Millionen Asylbewerbern und im kommenden Jahr mit insgesamt 2,2 Millionen.

Eine frühere Studie des Instituts für Weltwirtschaft (ifw) aus Kiel kam zu vergleichbaren Ergebnissen. Im Dezember rechneten die Autoren vor, dass Deutschland pro Jahr zwischen 25 und 55 Milliarden Euro für Flüchtlinge ausgeben müsse. Die große Spanne ergab sich unter anderem daraus, dass derzeit nicht absehbar ist, wie viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden. Die Summe von 55 Milliarden Euro war auf einen Zustrom von einer Million Asylbewerbern pro Jahr gerechnet - bis zum Jahr 2022.

Die ifw-Forscher gaben allerdings Entwarnung: "Kosten bleiben im Verhältnis zur Wirtschaftskraft Deutschlands beherrschbar", schreiben sie. Sie empfahlen, erst einmal mehr in die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge zu investieren, um die Kosten langfristig zu senken.

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