WIRTSCHAFT
01/02/2016 23:01 CET | Aktualisiert 04/02/2016 10:19 CET

Nur noch nachhaltige Bananen bei Lidl

Jeff J Mitchell via Getty Images
GLASGOW, SCOTLAND - OCTOBER 29: A general view of a Lidl supermarket on October 29, 2014 in Glasgow,Scotland. Discount stores continue to increase their popularity, as Britains biggest supermarkets are challenged by the discounters taking customers. (Photo by Jeff J Mitchell/Getty Images)

Lidl will etwas für sein nach einigen Skandalen in der Vergangenheit noch immer angeschlagenes Image tun: Der Discounter plant, künftig noch stärker auf fair und nachhaltige gehandelte Produkte zu setzen. Eine Lidl-Sprecherin bestätigte im Gespräch mit der Huffington Post, dass das Unternehmen in seinen deutschen Filialen bereits in einigen Wochen nur noch Bananen handeln, die unter nachhaltigen Gesichtspunkten angebaut und gehandelt werden.

Konkret handelt es sich um Bananen, die das "Rainforest Alliance"- oder das "Fairtrade"-Siegel tragen.

So sollen die Bauern in den Herkunftsländern künftig besser von ihrer Arbeit leben können. Lidl hatte zuletzt bereits sein Sortiment an nachhaltigen Produkten deutlich ausgeweitet. Diverse nachhaltige Produkte stehen längst in den Regalen des Discounters - so etwa ein Saft oder verschiedene Obstsorten. Auch Kaffee und Schokolade gibt es mittlerweile mit dem Fairtrade-Siegel.

Und auch in Großbritannien will Lidl bis spätestens Ende 2016 nur noch nachhaltige Bananen anbieten. Laut einem Artikel des "Guardian" verspricht die deutsche Supermarktkette, nur noch Bananen im Sortiment zu führen, die das Siegel der Rainforest Alliance oder Fair Trade Foundation tragen.

Das Fairtrade-Siegel soll sicherstellen, dass Bauern aus Entwicklungsländern ein fairer Lohn bezahlt wird. Die Rainforest Alliance soll den Käufern "umweltschonend und sozial verantwortungsvoll hergestellte" Produkte garantieren.

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Lidl ist schon länger bemüht, sein Image deutlich aufzupolieren. In einem Positionspapier definierte der Discounter bereits im Oktober 2015 "verbindliche Grundlagen für den Einkauf tierischer Erzeugnisse".

Das Unternehmen setzt sich seither nach eigenen Angaben "insbesondere für eine Weiterentwicklung der Tierwohlstandards ein, möchte die Aufzucht- und Haltungsbedingungen sowie die Fütterung von Tieren verbessern".

Allerdings gibt es immer wieder auch massive Kritik an Lidl - etwa von Umweltschützern oder Gewerkschaftern. Bei dem Discounter gibt es aktuell beispielsweise nur sehr wenige Betriebsräte. Zudem soll Lidl Kritikern zufolge mit schuld daran sein, dass viele deutsche Bauern viel zu geringe Preise für ihre Waren, wie etwa Milch oder Eier verlangen können.

Mitarbeit: Anna Bayer

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