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31/01/2016 11:21 CET

Gabriel: Verfassungsschutz soll AfD beobachten

ASSOCIATED PRESS
The shadow of top candidate of the Alternative for Germany, AfD, Bernd Lucke falls on the party's logo during a press conference after Germany's general election in Berlin, Monday, Sept. 23, 2013. The new anti-euro party reached 4.7 percent and will not be in the parliament for the next legislative period. (AP Photo/Jens Meyer)

Nach der umstrittenen Schusswaffen-Äußerung der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry hat SPD-Parteichef Sigmar Gabriel die Forderung seiner Partei bekräftigt, die Alternative für Deutschland durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

"Bei der AfD gibt es massive Zweifel, dass sie auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Republik steht", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag". Da gehe es "nicht nur um schräge Forderungen wie die Petrys, dass alle Frauen mindestens drei Kinder bekommen sollen. Sondern die Dame will an der deutschen Grenze auf unbewaffnete Flüchtlinge schießen lassen".

Gabriel erinnerte gegenüber der Zeitung daran, dass Petry in der DDR geboren sei und eigentlich noch wissen müsse, was es heiße, wenn an einer Grenze auf Menschen geschossen werde.

Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AfD hatte am Samstag mit Äußerungen im "Mannheimer Morgen" Empörung ausgelöst. Petry sagte, sie halte zur Sicherung der deutschen Grenzen im Extremfall den Einsatz von Schusswaffen für gerechtfertigt.

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