POLITIK
30/01/2016 20:24 CET | Aktualisiert 30/01/2016 20:25 CET

Österreich will 50.000 Flüchtlinge abschieben

dpa

Die Regierung Österreichs will in den nächsten drei Jahren 50.000 Flüchtlinge in ihre Heimatländer abschieben. Geplant sind Schnellverfahren, Auslieferungsabkommen sowie zusätzliche Abschiebeflüge, wie die Nachrichtenagentur APA meldete.

"Wir gehören jetzt schon zu den Ländern mit den meisten Außerlandesbringungen. Wir werden aber die Schlagzahl noch weiter erhöhen und den steigenden Trend noch ausbauen", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner von der konservativen ÖVP. Wien hatte jüngst beschlossen, dass eine Obergrenze von 37.500 Asylbewerbern in diesem Jahr nicht überschritten werden solle.

Ein Maßnahmenpaket sehe vor, dass bis 2019 auch ein "Zielwert" von mindestens 50 000 Abschiebungen erreicht werde. Um diese Zahl zu erreichen, solle die Liste der sicheren Herkunftsstaaten erweitert werden um die Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Georgien, die Mongolei und Ghana. Asylanträge von Menschen aus diesen Ländern sollten in einem Zehn-Tage-Schnellverfahren bearbeitet werden.

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