Lisa (13) aus Berlin: Scheinbar entführtes Mädchen hat gelogen

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Es war der Auslöser einer Hysterie und scheinbar hochpassend in der aktuelle Diskussion um Flüchtlinge um Gewalt: Die 13-jährige Lisa aus Berlin hatte behauptet, am 11. Januar von südländisch aussehenden Männern entführt und vergewaltigt worden sein. Sie kehrte kurz darauf zurück.

Nachdem bereits die Polizei rund eine Woche nach der scheinbaren Entführung ein Verbrechen dementiert hatte, liegen jetzt neue Indizien vor. Die zeigen: Lisa hat gelogen.

Rekonstruierte Daten von ihrem Handy zeigen, dass Lisa die Nacht vom 11. auf den 12. Januar bei ihrem 19-jährigen Freund verbracht hatte, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Zudem seien bei ihm einige ihrer Sachen gefunden worden.

Der junge Mann hatte die Anwesenheit Lisas bereits zugegeben - es sei dabei nicht zu sexuellen Handlungen gekommen. Lisa habe sich stattdessen vor ihren Eltern versteckt, weil diese von ihrer Schule in einem Gespräch über ihre schulischen Probleme in Kenntnis gesetzt werden sollten.

Die Geschichte wurde im Netz für Hetze aller Art ausgeschlachtet. Rassisten nutzten sie zur Hetze gegen Ausländer, jene, die Polizei und Presse pauschal der Lüge bezichtigen, sehen sich bestätigt. Insbesondere nach dem späten Bekanntwerden von Details der Übergriffe der Kölner Silvesternacht treffen solche Parolen bei vielen auf offene Ohren.

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