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27/01/2016 12:44 CET | Aktualisiert 27/01/2016 12:46 CET

Schwindel: Angst als Auslöser möglich

Katja Kircher via Getty Images
Jeder zehnte Patient von Hausärzten klagt über Schwindel.

Alles dreht sich, man fühlt sich benommen und unsicher auf den Beinen. Schwindelgefühle können verunsichern. Ist man vielleicht zu schnell aufgestanden? Oder woher kommt das Gefühl?

Jeder Zehnte, der zum Hausarzt kommt, leidet unter Schwindel. "Bei Schwindel handelt es sich um eine Scheinbewegung zwischen der Umwelt und dem eigenen Körper", erklärt Michael Strupp vom Deutschen Schwindel- und Gleichgewichtszentrum in München".

Teilweise kommen Kopfschmerzen, Übelkeit und Ohrschmerzen hinzu. Verschiedene Ursachen kommen in Frage - und auch die Psyche kann eine Rolle spielen.

Mit Schwindel zum Arzt

Um die Gründe dafür herauszufinden, ist es sinnvoll den Hausarzt aufzusuchen. Gegebenenfalls überweist dieser einen zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, um Probleme mit dem Gleichgewichtssinn im Ohr ausschließen zu lassen, und dann zum Neurologen.

Wird keine körperliche Ursache gefunden, wendet man sich am besten an einen Nervenarzt oder Psychiater, rät der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) bei "Focus Online". Denn auch (starke) psychische Belastungen können Schwindelgefühle auslösen. Und das ist demnach gar nicht so selten.

Schwankschwindel

Kennzeichnend für den sogenannten "Schwankschwindel" oder "Psychogenen Schwindel" sind vor allem starke Angstgefühle - andere Symptome sind eher selten. Die einzelnen Anfälle dauern meist nur für Sekunden an und beginnen oft in Situationen, die bereits mit Angstgefühlen verbunden sind. Zum Beispiel bei Vorträgen im Job oder bei Flügen.

Und nicht nur das: Menschen mit Angststörungen stellen sich die schlimmsten Krankheiten hinter dem Symptom vor, wie Probleme mit der Wirbelsäule oder am Herzen. Doch an sich ist es in diesen Fällen umgekehrt: Durch ihre Angst wird ihnen schwindelig.

Das zu wissen, kann die Betroffenen dem Verband nach helfen. Zudem kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Manchmal werden Patienten auch Antidepressiva verschrieben. Denn bei Schwankschwindel findet sich eine auffällige Häufung von Angststörungen und Depressionen unter Patienten. Das berichtet das Portal "HNO-Ärzte im Netz".

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