POLITIK
27/01/2016 14:56 CET | Aktualisiert 27/01/2016 15:54 CET

Rheinland-Pfalz: SWR-Elefantenrunde findet nun doch mit der AfD statt

dpa

Der SWR wird nun doch vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz eine TV-Runde mit "allen relevanten Parteien" abhalten. Auch die AfD soll dabei sein, teilte der Sender am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Der SWR werde am 10. März im SWR-Fernsehen Rheinland-Pfalz eine Diskussionsrunde mit sechs Parteien ausstrahlen. An der Runde sollen nun auch CDU, SPD, Grüne, FDP, Linkspartei und AfD teilnehmen.

SWR-Intendant Peter Boudgoust teilte mit: "Zur Demokratie gehört es, sich mit allen relevanten Meinungen auseinanderzusetzen. Deshalb sind wir froh, dass die von Anfang an präferierte ‚Elefantenrunde‘ nach unserem Appell nun doch stattfinden kann."

Ursprünglich hatte der SWR Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) angekündigt. Sie hatte sich aber geweigert zu kommen, wenn auch Vertreter der AfD mit am Tisch säßen.

Die SPD in Rheinland-Pfalz bemühte sich in der Folge um Schadensbegrenzung. Mehrere Medien berichteten, statt Dreyer werde Innenminister und SPD-Landeschef Roger Lewentz in die TV-Kandidatenrunde geschickt.

"Damit kann der SWR sein ursprüngliches journalistisches Konzept in Rheinland-Pfalz umsetzen", freut sich der Sender. Der SWR hatte von Anfang an geplant, Vertreter alle Parteien teilnehmen zu lassen.

Doch SPD und Grüne hatten für diesen Fall. dass auch ein AfD-Vertreter teilnimmt,, mit einem Boykott gedroht, woraufhin der SWR eingeknickt war.

Zuletzt hatte wiederum die CDU einen Boykott angekündigt, falls nicht zumindest die FDP noch eingeladen werde. Nun also ist die Kuh vom Eis.

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