WIRTSCHAFT
27/01/2016 15:11 CET | Aktualisiert 28/01/2016 14:03 CET

Eine Frau trank eine Flasche Coke-Zero. Danach verklagte sie Coca Cola

Bloomberg via Getty Images
Eine Flasche Coke Zero wurde einer Frau zum Verhängnis.

Wer in den USA Großkonzerne wie Coca Cola oder Fast-Food-Ketten auf Schadenersatz verklagt, kann horrende Summen erhalten. Und manchmal fragt man sich, ob die schädigenden Handlungen nicht hätten vermieden werden können. Was einer jungen Frau in Deutschland jetzt passiert ist, könnte eine Klage auf eine hohe Schmerzensgeldsumme jedoch rechtfertigen.

Die 40-jährige Fayzeh Al-Qour hatte sich, wie sie verschiedenen Medienberichten nach sagt, 2014 an einem warmen Sommertag in einer Rewe-Filiale eine Flasche Coca Cola Zero gekauft. Durstig trank sie und bemerkte den Benzingeruch. Kurz darauf musste sich Al-Qour übergeben und bekam Magenschmerzen.

Die Schmerzen hielten über Wochen hinweg an. Die junge Mutter ging zum Arzt und unterzog sich sogar einer Magenspiegelung. Nun muss sie regelmäßig Medikamente einnehmen.

Laut "Express" und "Rheinischer Post" hat Al-Qour Coca Cola die Flasche zur Untersuchung geschickt.

Auf Anfrage äußerte sich Coca Cola gegenüber der Huffington Post wie folgt:

"Wir bedauern sehr, dass Frau Al-Qour gesundheitliche Beeinträchtigungen hatte und setzen alles daran, die Ursachen dieses Vorfalls aufklären zu helfen.

Wir haben nach dem Hinweis von Frau Al-Qour seinerzeit die reklamierte Flasche sorgfältig überprüft. Bei diesen Untersuchungen konnten wir kein Benzin in dem Getränk feststellen.

Auch die Überprüfung der sogenannten Rückstellmuster - Flaschen aus derselben Produktionsphase - hat keinen Anhaltspunkt für Abweichungen bzw. Unregelmäßigkeiten im Herstellungsprozess geliefert.

Wir bitten um Verständnis, dass wir uns hier angesichts des laufenden Verfahrens nicht näher äußern können."

Die Haftpflichtversicherung des Unternehmens bot Al-Qour eine neue Ersatzflasche und eine Ausgleichszahlung in Höhe von 400 Euro an. Doch für die 40-jährige Studentin war das nicht genug. Deshalb zog sie jetzt vor Gericht und reichte am Düsseldorfer Amtsgericht Klage auf Schadensersatz in Höhe von 4000 Euro ein. Entschieden ist der Fall noch nicht.

Es wird über verschiedene Möglichkeiten, wie Benzin in eine Flasche gelangen konnte, spekuliert. So ist denkbar, dass es während der Produktion in die Flasche gelangte. Oder dass jemand eine Cola-Mehrwegflasche zweckentfremdete, mit Benzin füllte, und diese vor dem Wiederbefüllen nicht korrekt gereinigt wurde. Allerdings gibt es laut Coca Cola eine Flaschenreinigung, die vor dem erneuten Befüllen der Mehrwegflaschen diese auf Rückstände prüft. Der festgestellte Benzingeruch an der Flasche bleibt somit ungeklärt.

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