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25/01/2016 16:00 CET | Aktualisiert 28/02/2016 12:40 CET

Magie: Geheime Kunst oder fauler Zauber?

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Zauberei und Magie: Gibt es sie wirklich?

Spätestens seit Harry Potter ist Magie wieder Mode. Doch was ist das eigentlich – und gibt es Zauberei überhaupt?

Magie ist so alt wie die Menschheit selbst. Sobald die ersten Völker religiöse Systeme entwickelten, gingen sie davon aus, dass die uns umgebende Welt voller geheimer Kräfte ist.

Magie und Beschwörungen

Speziell geschulte Priester waren in der Lage, diese Kräfte zu beschwören und zu nutzen. Das Wort Magie leitet sich vom altgriechischen Wort "Mageia" für Blendwerk ab. Das ist indes nicht ganz korrekt, denn "wahre" Hexen und Zauberer erschaffen keine Illusionen, sondern manipulieren Unsichtbares.

Frühe kultische Handlungen bezogen sich vor allem auf den Fetischzauber, in dem Dinge stellvertretend für Menschen oder Handlungen stehen. Was der Magier den Dingen antut, geschieht auch den Menschen - im Guten wie im Bösen.

Später entwickelten sich ganze Riten und Magierkasten, die vom Liebestrank bis zur Dämonenbeschwörung alles beherrschten. So hatte die Magie schon immer zwei Seiten. Man spricht von weißer Magie, die für das Allgemeinwohl eintritt, und der schwarzen Magie, die, als Zauberei verschrien, Schaden anrichten konnte.

Weiß und schwarz: Was ist Magie?

Weiße Magie ist im Grunde eine rituelle Bitte an das Unsichtbare um Hilfe. Mit Kerzen, Kräutern und anderen ungefährlichen Dingen werden positive Kräfte aktiviert. Ihr Symbol ist das aufrechte Pentagramm als die vier Elemente, die vom Geist überragt werden.

Weiße Magie ist, rein psychologisch betrachtet, also so etwas wie eine geistige Selbstbestärkung und kann durchaus Effekte haben.

Die schwarze Magie hingegen ruft negative Kräfte an und spielt mit den Elementen, die dem Menschen Angst machen: Tod, Blut, Schatten. Magie hat mehrere Abstufungen - von simpler Kräuterkunde bis zur komplexen Anrufung von Schutz- oder Schadensmächten.

Hexen und Zauberer

Das Mittelalter war von den Regeln und der Macht der Kirche bestimmt - und in dieser Welt hatte kein abweichender Gedanke Platz. So wurde Magie zur Waffe und zum generellen Vorwand, um andersdenkende Frauen und Männer als Hexen und Zauberer anzuklagen und zu verbrennen.

Vor allem weise Frauen, die als Naturheilerinnen oder Hebammen arbeiteten, landeten auf dem Scheiterhaufen. Dieses dunkle Menschheitskapitel schloss sich nachweislich erst im späten 18. Jahrhundert. Doch auch heute werden vereinzelt noch Menschen der Hexerei angeklagt und getötet.

Magie in der Neuzeit

Heute gibt es verschiedene spirituelle Strömungen, deren Mitglieder irgendeine Form von Magie betreiben. Am bekanntesten sind die Wicca. Diese Naturreligion will mittels Ritualen und Beschwörungen der uns umgebenden Kräfte dem Menschen etwas Gutes tun.

Die Anhängerzahl ist unbekannt, allerdings schließen sich vor allem in Großstädten viele Anhänger zu Coven, also Gemeinschaften, zusammen.

Ähnlich unbestimmt ist auch das Feld der keltisch inspirierten Magie. Naturverbundene Kräuter- und Ritualkundige nennen sich heute wieder Druiden und versuchen, den Lebensstil dieser Priesterkaste mit ihren Ritualen wieder aufleben zu lassen.

Traditionell treffen sie sich an magisch aufgeladenen Orten, wie etwa Stonehenge oder anderen geheimnisvollen Bauwerken, denen eine magische Kraft nachgesagt wird.

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