POLITIK
25/01/2016 18:30 CET | Aktualisiert 25/01/2016 19:50 CET

"Täuschung am Zuschauer": SPD-Politiker vergleicht BR mit Staatsfernsehen in Nordkorea

dpa
Harsche Kritik am BR

Der bayerische SPD-Vorsitzende Florian Pronold findet harte Worte für den Bayerischen Rundfunk:Der BR sei wie das „Staatsfernsehen in Nordkorea“. Grund für Pronolds harsche Kritik ist die Ausstrahlung der Faschings-Prunksitzung „Schwaben weissblau, hurra und helau“ vom vergangenen Freitagabend.

In der Sendung war mehrmals der bayerische Justizminister Winfried Bausback zu sehen, obwohl der CSU-Politiker bei der Aufzeichnung in Memmingen am 15. Januar gar nicht anwesend war. Das berichtet die "Augsburger Allgemeine Zeitung".

In einem Brief an BR-Chef Ulrich Wilhelm warf Pronold dem Sender "Betrug am Zuschauer" vor: Nach dem viel kritisierten Auftritt von CSU-Politiker Markus Söder in der bayerischen Daily-Soap "Dahoam is dahoam" gebe es nun einen weiteren Fall, in dem der BR als „verlängerter Arm der Staatsregierung“ auftrete, schrieb der SPD-Politiker, der von Wilhelm eine persönliche Stellungnahme verlangte.

Der Antwort des Bayerischen Rundfunk folgte prompt: „Herr Pronold geht offensichtlich irrtümlicherweise von einer Live-Sendung aus“, heißt es in einer Stellungnahme, die der Zeitung vorliegt. Die Prunksitzung würde traditionell an zwei Tagen aufgezeichnet werden, mit dem gleichem Programm und dem gleichen Moderation, jedoch mit unterschiedlichem Publikum.

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