POLITIK
23/01/2016 17:41 CET

Um Asylanträge zu bearbeiten: Bamf-Mitarbeiter müssen mehr arbeiten

dpa
Das Bamf verordnet seinen Mitarbeiter Mehrarbeit

Um die vielen offenen Aslyanträge bearbeiten zu können, lässt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seine Mitarbeiter künftig länger arbeiten." Die Referatsleiter können im Bedarfsfall die Mehrarbeit anordnen", sagte ein Sprecher der Behörde.

Bis zu 40 Stunden pro Monat müssen die Mitarbeiter gegebenenfalls künftig mehr arbeiten - und dafür auch an Samstagen zur Arbeit kommen. Dafür erhalten sie keinen Freizeitausgleich, sondern eine finanzielle Vergütung. "Ziel ist vor allem eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen", hieß es zur Erläuterung. Die Anordnung sei Teil einer Strukturreform, mit der der operative Asylbereich gestärkt werden soll. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks werden dafür neue Abteilungen, Referate und Gruppen gebildet.

Zudem sollen zahlreiche zusätzliche Führungspositionen geschaffen werden. Wann die neue Organisationsstruktur in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt.

Das Bundesamt mit Sitz in Nürnberg war im vergangenen Jahr stark in die Kritik geraten, weil es zu langsam arbeite: Bis zu 250.000 Asylanträge blieben bis Ende 2015 unbearbeitet. Im November trat Bamf-Chef Manfred Schmidt aus persönlichen Gründen" zurück. Zuletzt sorgte die Behörde jedoch für positive Schlagzeilen: Sie ist einer der Entwickler der App "Ankommen", die Flüchtlingen den Start in Deutschland leichter machen soll.

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