POLITIK
22/01/2016 17:05 CET | Aktualisiert 22/01/2016 17:05 CET

Ungarns Ministerpräsident Orban: Werde nicht zulassen, dass je wieder Flüchtlinge durch mein Land ziehen

dpa

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will es nach eigenen Worten nicht zulassen, dass je wieder Flüchtlinge durch sein Land ziehen. "Die (Migranten-)Route kann verlaufen, wie sie will, aber dass sie nicht durch Ungarn gehen wird, ist sicher", erklärte der rechtskonservative Politiker am Freitag in seinem regelmäßigen Rundfunk-Interview.

Orban hatte im vergangenen Herbst stacheldrahtbewehrte Zäune an den Grenzen seines Landes zu Serbien und Kroatien errichten lassen. Damit hatte er die Flüchtlinge auf der sogenannten Balkanroute, die bis dahin durch Ungarn gezogen waren, nach Kroatien und Slowenien umgeleitet.

Orban: "Hunderte Kilometer Zaun verkauft"

Die Länder an der aktuellen Balkanroute bemühen sich zurzeit um eine Drosselung der Flüchtlingswanderung. Mit seiner Erklärung am Freitag reagierte Orban auf Spekulationen, dass die Flüchtlinge irgendwann über Rumänien ausweichen könnten. In diesem Falle würden sie dann wieder durch Ungarn müssen, um in den Westen Europas zu gelangen.

Orban betonte, es sei alles vorbereitet, damit Ungarn jederzeit auch an seiner Grenze zu Rumänien einen Zaun hochziehen könne. Das Zaunmaterial würden Strafgefangene in den ungarischen Haftanstalten herstellen. Inzwischen habe man derart viel davon auf Lager, dass "wir mehrere hundert Kilometer Zaun an Mazedonien, Slowenien und Bulgarien verkauft haben", sagte Orban.

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