Bill Gates: Das größte Problem der Menschheit könnte schon 2030 gelöst sein

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BILL GATES
Bill Gates | Getty
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Bis heute sind es nicht Krankheiten wie Aids oder Malaria, an denen die meisten Menschen sterben. Stattdessen sterben mehr als doppelt so viele Menschen, weil sie arm sind und an Hunger leiden. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen (UN) hervor.

Im September 2015 hat sich die Weltgemeinschaft deshalb zu einem gigantischen Ziel verpflichtet: Sie wollen den globalen Hunger bis zum Jahr 2030 zu besiegen.

Bill Gates ist davon überzeugt, dass das möglich ist. Ganz real.

Er geht sogar so weit, dass sich in den kommenden 15 Jahren das Leben armer Menschen schneller verbessern wird, als in jedem anderen Zeitraum der Geschichte.

In einem aktuellen Artikel auf der Webseite der Non-Profit-Organisation „Project Syndicate“ erklärt Gates, warum er so optimistisch auf die kommenden Jahre blickt:

Die Welt muss ihre Kräfte bündeln

"Die Müttersterblichkeit hat sich nahezu halbiert, Kindersterblichkeit und malariabedingte Todesfälle haben sich halbiert, die äußere Armut hat sich mehr als halbiert“, schreibt der 60-jährige Unternehmer.

Außerdem hat es Global Funds geschafft, 17 Millionen Menschen zu retten, die ansonsten an Malaria, Aids oder Tuberkulose gestorben wären. Global Funds ist ein Projekt, dass die weltweit größten Infektionskrankheiten bekämpft, indem es Medikamente und medizinisches Personal zur Verfügung stellt.

Das alleine reiche aber nicht aus, sagt Gates. "Die Welt muss ihre Kräfte bei allen Bemühungen zur Beseitigung der Armut bündeln."

Das bedeutet konkret: Die UN-Staaten müssen bis 2020 ihre Initiativen, mit denen sie Forschung und Entwicklung in Entwicklungsländern vorantreiben, verdoppeln. Deshalb müsse beim G7-Gipfel im Mai der Diskussionsschwerpunkt auf Produkten liegen, die sowohl Leben retten und auch die wirtschaftlichen Aussichten der Ärmsten drastisch verbessern, fordert er.

Besseres Leben für notleidende Menschen

Wenn das geschehe, wäre es ein erster großer Schritt zur Überwindung der vielen anderen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen: wie zum Beispiel Migration und weltweiter Terrorismus.

Die Medien hingegen fokussieren sich vor allem auf die Probleme in der Welt: "Die täglichen Schlagzeilen spiegeln allzu oft die Kluft zwischen unserer heutigen Welt und einer Welt ohne Armut wider. Doch was die Schlagzeilen nicht zeigen, sind all die Arten, auf die sich das Leben für notleidende Menschen schon jetzt verbessert“, sagt Gates.

In seiner Vision von einer gerechteren Welt in naher Zukunft sähe das anders aus: Wenn die Weltgemeinschaft die Versprechen gegenüber den Ärmsten einhält, dann werden diese Geschichten die Titelseiten beherrschen.

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