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21/01/2016 13:00 CET | Aktualisiert 21/01/2016 13:32 CET

Ein Mann missbrauchte und fotografierte kleine Jungen. DAS ist seine Strafe

Thinkstock

Welche Strafe verdient ein Kinderschänder? Genauer gesagt: Welche Strafe verdient ein Mann, der seine Arbeit als Betreuer benutzt hat, um minderjährige Jungen zu missbrauchen – und diese Taten in perversen Fotos festhielt?

Ein deutsches Gericht entschied jetzt: Zwei Jahre auf Bewährung sind Strafe genug für eine solche Tat. Das geht aus einem Bericht der "Bild-Zeitung" hervor.

Der 33-Jährige Christian K. arbeitete demnach als "qualifizierter Tagespfleger" für eine Arbeiterwohlfahrt im Saarland. Dort war er unter anderem auch für die Betreuung von Kindern zuständig, die ihm vom Jugendamt zugewiesen worden waren.

Ihm wird vorgeworfen, mehrere Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren missbraucht zu haben. Laut der Anklage fasste er die Kinder am Penis an und überredete sie dazu, vor ihm zu onanieren. Die Taten soll er zum Teil fotografiert haben. Auf seinem Laptop fand die Polizei über 350 kinderpornografische Bilder und über 60 Videos. Ein Gutachter bestätigte, dass K. seit Jahren pädophile Neigungen habe, die sich manifestiert hätten.

Nun kommt K. mit einer Bewährungsstrafe davon. Die Richter entschieden sich zu Gunsten der Verteidigung – diese hatte auf Bewährung plädiert. Die Anklage hatte 2,5 Jahre und die Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert.

Die Begründung der Richter für das milde Urteil ist schwer nachvollziehbar. K. habe die Taten gestanden, sein Fehlverhalten erkannt und sich in psychiatrische Behandlung begeben, sagte das Gericht dazu.

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