POLITIK
22/01/2016 04:36 CET

Ex-ZDF-Chef: "SWR muss Fernsehdebatte kippen"

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Ex-ZDF-Chef Brender

Der Ex-ZDF-Chefredakteur hat einen guten Rat an den SWR. Nach der Absage der rheinland-pfälzischen CDU-Chefin Julia Klöckner für die SWR-Fernsehdebatte vor der Landtagswahl am 13. März hat Nikolaus Brender sich für eine Absage der Sendung ausgesprochen.

Spätestens nach Klöckners Schritt müsse der Sender die Runde nun kippen. Das sagte der Journalist der "Berliner Zeitung". Dies hätte der SWR nach Meinung Brenders schon nach der Drohung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), sich nicht an einen Tisch mit der AfD zu setzen, tun sollen.

Kein Sender dürfe sich vorschreiben lassen, wen er zu einer Diskussionsrunde einlade. "Die Sender bestimmen, wer in eine Sendung kommt. Diese Programmhoheit ist auch durch mehrere Gerichtsurteile bestätigt."

Zuvor hatte der SWR die AfD von einer Fernsehdebatte ausgeschlossen. Der Sender ging diesen Schritt, weil Dreyer gedroht hatte, nicht zu der Sendung zu erscheinen, wenn AfD-Politiker anwesend sind. Der SWR hatte daher nur die Spitzenkandidaten von SPD, CDU und Grünen eingeladen und nicht, wie zuvor erwogen, auch AfD, FDP und Linke. Daraufhin hatte zuletzt dann Klöckner abgesagt und Dreyer "Erpressung" vorgeworfen.

Die CDU sprach von "einem Rot-Grün komponierten Regierungstalk". Diesen Vorwurf weist der SWR nun vehement von sich: "Niemand kann sich beim SWR Programm bestellen. Allein der SWR entscheidet über seine Inhalte und Angebote", betonte SWR-Intendant Peter Boudgoust.

Mit Material der DPA

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