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21/01/2016 18:13 CET | Aktualisiert 21/01/2016 18:13 CET

Bart-Studie: Sind Bärte gut für die Gesundheit?

ilmoro100 via Getty Images
Bärte schützen vor Bakterien.

Drei-Tage-Bart, Vollbart oder klassisch der Schnauzer. Die Gesichtsbehaarung bietet Männer viele modische Möglichkeiten. Doch die Haare sind mehr als nur Zierde, sie schützen den Bartträger möglicherweise sogar vor Krankheiten. Das ergab eine US-Studie.

408 Männer aus dem Gesundheitsbereich haben daran teilgenommen - mit und ohne Bart. Jetzt haben die Forscher vom Zentrum für Chirurgie und Öffentliche Gesundheit in Boston - einer Initiative der Harvard Medical School und der Harvard School of Public Health - haben die Ergebnisse in dem Fachmagazin "Journal of Hospital Infection" veröffentlicht.

Antibiotika dank Bart-Mikrobe

Und es kam heraus: Glattrasierte Männer haben eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit den Krankenhauskeim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) auf ihren Wangen zu tragen als Bartträger. Zudem finden sich auch etwas mehr Staphylokokken, die unter anderem Lebensmittelvergiftungen verursachen, in ihren Gesichtern.

Das Spannende daran: "Insgesamt ist die Keimbesiedlung am Körper aller untersuchten Männer etwa gleich gewesen. Nur im Gesicht unterschied sich die Bakterienmenge zwischen Bärtigen und Rasierten deutlich“, heißt es in der Publikation. Das berichtet die britische Zeitung "Independent".

Antibiotika dank Bart-Mikrobe

Die Erklärung der Forscher: Bei dem Rasieren entstehen Mikro-Risse in der Haut, die das Ansiedeln und Vermehren solcher Bakterien fördern. Es wird vermutlich nun das Argument für Rasier-Muffel und Bart-Liebhaber.

Doch Bärte können laut der Zeitung noch mehr. Der Mikrobiologe Adam Roberts von der University College London fand nicht nur mehr als hundert Bakterien in den Bärten von Männern. Sondern sogar eine Art Antibiotika, genauer eine Mikrobe die Bakterien tötet. In Tests hat er diese Mikrobe auch gegen E. coli eingesetzt, das Harnwegsinfekte auslösen kann. Mit Erfolg. Jetzt soll weiter geforscht werden, findet Roberts.

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