POLITIK
20/01/2016 22:54 CET

Iran will Versöhnung mit Saudi-Arabien: "Sollen uns die Hand zum Frieden reichen"

davos
Irans Außenminister wirbt um Frieden mit Saudi-Arabien

Beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos debattieren aktuell die Mächtigen aus Wirtschaft und Politik über die Probleme der Welt: Der iranische Außenminister Javad Zarif nutzt das Treffen, um einen Schritt auf den Erzfeind Saudi-Arabien zuzugehen.

"Es geht keine Gefahr vom Iran aus. In den letzten 250 Jahren ging nie Gefahr vom Iran", erklärte Zarif, wie die Tageszeitung "Blick" berichtet. Das Verteidigungsbudget von Saudi-Arabien sei zehn Mal so hoch wie das des Irans.

Zarif sieht nicht sein Land, sondern das saudische Königshaus als größten Unruhestifter am arabischen Golf. Seiner Meinung nach hätten die Saudis alles daran gesetzt, dass das Atomabkommen zwischen dem Iran und dem Westen nicht zu Stande kommt. "Sie haben mit Millionen von Dollars amerikanische Politiker gekauft, damit sie im Kongress Stimmung gegen den Deal machen", sagte der Minister.

Trotz aller harscher Kritik stimmte Zarif auch versöhnliche Töne an. "Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte er. Sein Land habe alles daran gesetzt, um die anti-saudischen Proteste in Teheran zu stoppen. Der Iran sei offen für einen Dialog. Die Saudis sollen vernünftig werden und uns die Hand zum Frieden reichen", sagte Zarif. Denn: Wenn es dem Iran gut gehe, profitiere auch Saudi-Arabien davon.

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