POLITIK
20/01/2016 19:13 CET | Aktualisiert 21/01/2016 06:59 CET

CDU-Politiker Kiesewetter: "Müssen Bevölkerung darauf vorbereiten, dass wieder eine Million Flüchtlinge kommen"

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Die Debatte um eine deutsche Obergrenze für Flüchtlinge ist wieder voll entbrannt. Nachdem Österreich heute ankündigte, nur noch 36.000 Flüchtlinge ins Land lassen zu wollen, erneuerten in Deutschland zahlreiche Politiker ihre Forderung, das Modell auch hierzulande anzuwenden.

CSU-General Andreas Scheuer etwas sagte: "Die Österreicher machen's. Also müssen wir es auch machen." Auch der innenpolitische Sprecher Union, Stephan Mayer, begrüßte die Entscheidung. Sie sei ein deutlicher "Fingerzeig, dass auch wir nicht mehr so weitermachen können."

Doch es gibt erheblichen Widerstand gegen diese Entscheidung. Sie sei ein "Riesenfehler", sagte der CDU-Außenepxerte Roderich Kiesewetter im Gespräch mit "Focus Online". "Jede Obergrenze ist Populismus pur", sagte er.

"Österreich muss sich auch die Frage gefallen lassen, was es mit den Flüchtlingen macht, die nach Erreichen der Obergrenze kommen. Werden die Menschen festgenommen oder mit Gewalt vertrieben? Das christliche Abendland zeigt sich dann plötzlich von einer ganz hässlichen Seite. Wir sind die reichste Region der Welt. Unsere Aufgabe ist, realistische Lösungen zu finden, keine populistischen."

Stattdessen forderte Kieswetter Ehrlichkeit. "Focus Online" sagte der CDU-Politiker:

"Wir müssen unsere Bevölkerung darauf vorbereiten, dass auch in diesem Jahr etwa eine Million Menschen nach Deutschland kommen. Doch es gibt keine Alternative. Wenn wir die Grenzen dicht machen würden, hätte das erhebliche Folgen für die innere Sicherheit. Sie würde massiv leiden."

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