WIRTSCHAFT
19/01/2016 14:11 CET | Aktualisiert 23/01/2016 10:10 CET

Dieses harmlose Produkt von Aldi spioniert euch jeden Tag aus - und ihr ahnt nichts

Beim Discounter Aldi gibt es schon lange nicht mehr nur Lebensmittel und Getränke. Der Kunde kann auch besonders günstige Kleidung, Haushaltsware oder Dekoartikel kaufen. Auch regelmäßig im Angebot: Überwachungskameras, um das Eigenheim vor Einbrechern zu schützen.

Wie das Tech-Magazin „Heise Online“ jetzt berichtet, kann eine Überwachungskamera von Aldi nicht nur vor Einbrechern schützen – sondern auch ganz schnell die eigene Sicherheit gefährden. Der Verein "Digitale Gesellschaft" hatte das Tech-Magazin auf die Schwachstelle hingewiesen.

Kamera der Marke Maginon

Die IP-Überwachungskamera der Marke Maginon sollen massive Sicherheitsprobleme haben, heißt es in dem Bericht des Branchendiensts. Dritte könnten über das Internet auf das Kamerabild zugreifen und den Ton anzapfen. Außerdem verraten die Geräte Passwörter für E-Mail, W-LAN und FTP-Zugang des Besitzers.

Hunderte Webcams sollen betroffen sein, die bei Aldi Süd und Aldi Nord im März, Juni und Dezember im Angebot waren. Mehr als ein Drittel der im Netz erreichbaren Geräte könne man derzeit ganz ohne Passwort kapern.

Passwort festlegen

Das Portal empfiehlt Kunden mit betroffenen Geräten, so schnell wie möglich ein Passwort für den Kamera-Zugriff festzulegen. Wer das Gerät bisher ohne Passwort eingesetzt hat, solle zudem die Zugangsdaten für E-Mail-Konten, WLAN und FTP-Server erneuern.

Aldi hat auf Anfrage der Huffington Post erklärt:

„Um die Situation in den Griff zu bekommen, haben die drei Aldi-Unternehmen ihren Lieferanten gebeten, weitere Schritte zu unternehmen. So werden die Nutzer von unserem Lieferanten erneut eine Update-Information erhalten, mit der sie nochmals explizit darauf hingewiesen werden, ein persönliches Kennwort festzulegen. Beim Öffnen des Programmes bzw. der App werden die Nutzer automatisch auf dieses Update aufmerksam gemacht.“

Im Klartext: Der Kunde muss selbst aktiv werden, um zu verhindern, dass die Kamera, die eigentlich der eigenen Sicherheit dienen soll, angezapft wird.

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