LIFESTYLE
19/01/2016 10:33 CET

Sie war von der langsamen Supermarkt- Kundin vor ihr genervt - bis ihr etwas Eigenartiges auffiel

Wer kennt nicht dieses Gefühl von Ungeduld an der Supermarkt-Kasse, wenn der Kassier eine Ewigkeit braucht, um die Waren über den Scanner zu ziehen, der alte Herr vor dir minutenlang nach Kleingeld in seinem Portemonnaie kramt oder wenn sich hinter der Mutter mit den zwei Kindern eine endlos lange Schlange bildet, weil sie davon überzeugt ist, dass ein Joghurt zu viel berrechnet wurde.

Bevor ihr das nächste Mal die Leute vor euch in der Schlange oder hinter der Kasse innerlich verflucht, solltet ihr diese Geschichte kennen. Die zweifache Mutter Sarah Owen Bigler bekam eine Lektion in Sachen Menschlichkeit in einem Supermarkt in Indianapolis und teilte sie auf ihrer Facebook-Seite:

Yesterday Matt was sick. I picked up Archie from the sitter and Eloise from school and decided to run to Target for a...

Posted by Sarah Owen Bigler on Mittwoch, 13. Januar 2016

"Nicht einmal hat der Angestellte geschnaubt, böse geguckt oder mit den Augen gerollt."

Gestern war Matt krank. Ich habe Archie vom Babysitter und Eloise von der Schule abgeholt und wollte zum Supermarkt. Ich wollte nur schnell rein und raus.

In einer Kassenschlange stand nur eine Person, also legte ich meine Sachen dort auf das Band. Nachdem ich alles abgelegt hatte, blickte ich auf und sah, dass vor mir eine ältere Dame an der Kasse stand. Sie bezahlte ihre Waren mit Kleingeld und wollte jedes Teil extra bezahlen.

Ein Teil von mir, nämlich jener, der einen langen Tag in der Arbeit gehabt hatte, der ein 18 Monate altes Kleinkind im Einkaufswagen sitzen hatte, das kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand, und der sich unnötigerweise Zeitdruck gesetzt hatte, war sauer auf diese Frau wegen der Unannehmlichkeiten, die sie mir bereitete.

ABER dann sah ich den jungen Angestellten, wie er mit dieser Frau umging. Ich sah, wie er ihr half, das Kleingeld zu zählen, es sanft von ihren zitternden Händen entgegen nahm. Ich hörte, wie er wiederholt "Ja, Mam" sagte.

Als sie ihn fragte, ob sie genug Geld für eine Mehrwegtüte hätte und er mit "Ja" antwortete, ging er zwei Kassen weiter, um die Tüte zu holen, und packte dann all ihre Sachen um. Nicht einmal hat der Angestellte geschnaubt, böse geguckt oder mit den Augen gerollt. Er war nichts außer geduldig und freundlich.

Während ich ihm zusah, bemerkte ich, dass meine Tochter Eloise es auch tat. Sie stand neben der alten Dame und schaute dem Angestellten zu, wie er das Geld zählte. Ich bemerkte, dass mir eigentlich gar keine Unannehmlichkeiten bereitet wurden. Stattdessen wurde meine Tochter gerade Zeuge von Güte und Geduld, und bekam eine wertvolle Lektion fürs Leben von einem Fremden. Aber auch ich musste das offensichtlich noch einmal lernen.

Als die Frau fertig war, begann der Angestellte, meine Waren zu scannen und dankte mir für die Geduld. Ich dankte ihm im Gegenzug dafür, dass er uns gezeigt hat, wie man Geduld und Güte lebt am Beispiel dieser alten Frau. Und obwohl ich es vorher noch so eilig gehabt hatte, schob ich meinen Einkaufswagen noch einmal durch den Supermarkt, um die Managerin zu finden.

Ich wollte, dass sie weiß, wie geduldig und nett ihr Mitarbeiter gewesen war und wie viel mir das bedeutete. Als ich sie gefunden und ihr das alles erzählt hatte, verließen wir den Supermarkt nicht nur mit einem vollen Einkaufswagen, sondern auch mit einem Herz voll Dankbarkeit für diese unbezahlbare Lektion.

Wenn ihr je in diesem Supermarkt in Glendale seid, lächelt Ishmael an. Die Welt kann mehr Menschen wie ihn brauchen.

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