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Regierungsbericht: In der Silvesternacht gab es in ganz NRW Sex-Übergriffe - und nicht nur dort

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KLN
Köln. | dpa
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In Nordrhein-Westfalen soll es einem Bericht des dortigen Landesjustizministeriums zufolge in der Silvesternacht in weit mehr Städten zu sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen sein als bislang bekannt. Das berichten übereinstimmend „RP Online“ und „Focus Online".

Mutmaßliche Täter größtenteils Nordafrikaner

Beiden Medien liegt nach eigenen Angaben ein aktueller Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums vor. In allen Fällen sagen die Opfer dem Regierungsdokument zufolge, die Täter hätten ausgesehen wie Migranten. Zum Großteil gaben die Betroffenen an, die Täter seien Nordafrikaner gewesen.

Das Justizministerium, das für die Huffington Post nicht erreichbar war, hat eine umfassende Liste der Straftaten, die mutmaßlich von Migrantengruppen begangen worden sein sollen, zusammengestellt. Darin finden sich viele Sex-Attacken, Körperverletzungen sowie Diebstähle und sogar vereinzelt Raubüberfälle.

Auch kleinere Städte betroffen

Aufgeführt werden etwa zahlreiche mitunter auch schwere Delikte in Städten wie Bonn, Dortmund, Essen, Bielefeld oder Düsseldorf. Auch in Köln stieg die Zahl der gemeldeten Straftaten in der Neujahrsnacht zuletzt noch einmal.

Allein das Polizeipräsidium der Landeshauptstadt bearbeitet aktuell 48 Vorgänge, die sexuelle Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht betreffen. Im offiziellen Bericht heißt es: „Von den Zeuginnen wurden die Täter dabei in nahezu allen Fällen als ‚ausländisch aussehend’ und weit überwiegend als vom Erscheinungsbild her ‚arabisch’, ‚nordafrikanisch’ oder ‚südländisch’ geprägt beschrieben.“

In Bonn wurden in der Silvesternacht laut Polizei zwei Frauen von acht jüngen Männern mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 18 und 19 attackiert. Zunächst wurden die Frauen mit Böllern beworfen. Eine der beiden wurde dann geschubst, getreten und am Gesäß angefasst. Sie soll bei dem Sturz das Bewusstsein verloren haben. Als ihr Freund ihr zu Hilfe kam, wurde er ebenfalls getreten und in den Bauch geschlagen.

Zu Übergriffen kam es keineswegs nur in Großstädten. Auch etwa in Borken, Paderborn oder Detmold gab es massive Attacken, bis hin zu versuchten Vergewaltigungen.

Zahlreiche weitere Städte im Bundesgebiet betroffen

Auch zahlreiche weiteren Städten und Gemeinden im Bundesgebiet waren von Übergriffen durch Männergruppen betroffen. Die Huffington Post hat einen Großteil der Vorfälle von Ansbach bis Weil zusammengestellt. Klicken Sie hier.

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