POLITIK
16/01/2016 18:29 CET | Aktualisiert 17/01/2016 09:07 CET

Projekt "Casablanca" - Hunderte Polizisten durchkämmen Düsseldorfer Maghreb-Viertel

dpa
Razzia in Düsseldorfer Bahnhofsviertel.

Bei einer Großrazzia am Samstagabend im sogenannten Düsseldorfer "Maghreb-Viertel" gab es offenbar mehrere Festnahmen. Das bestätigte die Polizei am Abend.

Mit mehreren Hundert Beamten war die Polizei am zu einer Razzia in das Bahnhofsviertel der Landeshauptstadt von NRW eingerückt. Die Razzia lief von 17.30 Uhr bis in die späten Abendstunden, wie die Polizei mitteilte. Über die Anzahl und die Gründe für die konnten die Behörden jedoch noch keine Angaben machen.

Polizei-Razzia in Düsseldorf

Posted by RTL WEST on Samstag, 16. Januar 2016

Bundespolizei beteiligt

Weitere Ergebnisse sollten erst am Sonntag bekanntgegeben werden. Auch die Bundespolizei und städtische Behörden beteiligten sich an dem Großeinsatz in dem Viertel rund um den Düsseldorfer Bahnhof.

Aufklärungsergebnisse hätten ergeben, "dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub- aber auch Drogendelikte zu begehen", hieß es zur Begründung der Razzia.

Rund 2200 Männer, überwiegend in Marokko geboren und jünger als 30 Jahre, hat die Polizei laut "RP Online" in ganz Düsseldorf im Visier. Es sei davon auszugehen, heißt es in einem internen Papier, dass sich innerhalb der Gruppierung immer wieder Personen zusammenschlössen, um gemeinsam Straftaten zu begehen.

Nicht die erste Razzia

Die Rede ist vor allem von sogenannter Straßenkriminalität, von Raub und Taschendiebstahl, vor allem mit dem "Antanz-Trick". Solche Taten hatten sich vor zwei Jahren gravierend gehäuft. Bei der Auswertung der Delikte waren die Beamten immer wieder auf die gleichen Adressen und Personenkreise gestoßen.

Bei einer früheren Razzia im Düsseldorfer Bahnhofsviertel kam laut einem Bericht von "n24" bei einer Überprüfung der Personalien heraus, dass von 72 Kneipengästen 90 Prozent bereits als mutmaßliche Diebe aufgefallen waren. Noch etwas hatten die Anwesenden gemein: Sie kamen aus Nordafrika. Gleiches stellen die Ermittler bei den "Antänzern" fest, die sie in der Altstadt als Trick- und Taschendiebe festnehmen: Die Maghreb-Staaten dominieren.

Nordafrikaner unter Verdacht

Klar ist: Nordafrikaner sind bei Straftaten in Deutschland überrepräsentiert.

Vor allem Nordafrikaner sollen auch für die Übergriffe auf Frauen an Silvester in Köln verantwortlich sein. Die Politik diskutiert derzeit über Möglichkeiten, straffällige Marokkaner, Algerier und Tunesier leichter abzuschieben und ihre Länder zur Zurücknahme zu bewegen.

Das Viertel gilt als Rückzugsort vor allem nordafrikanischer Banden, daher der Name des Stadtteils rund um den Hauptbahnhof.

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