LIFESTYLE
16/01/2016 10:06 CET | Aktualisiert 16/01/2016 12:37 CET

Diese Frau sagt allen Müttern schonungslos ehrlich, was sie von ihnen hält

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Diese Frau sagt Müttern schonungslos ehrlich, was sie von ihnen hält

Zu oft müssen sich Mütter anhören, dass Muttersein doch gar nicht so schwer sein kann. Zu oft fühlen sie sich, als ob niemand um sie herum versteht, was es überhaupt bedeutet, eine Mutter zu sein.

Deshalb gibt es diesen Text einer Frau, der allen Müttern Mut macht.

Wer genau den Text, den wir auf der Unterhaltungsplattform "hrtwarming.com" gefunden haben, ursprünglich verfasst hat, ist nicht bekannt. Aber er ist an alle Mütter adressiert.

Manche posten ihn an Muttertag auf die Facebook-Pinnwand ihrer besten Freundin. Manche schicken es ihrem Ex-Mann, der nie verstanden hat, warum "Mutter" ein Vollzeitjob ist. Manche veröffentlichen ihn auch nur einfach so auf ihrem Blog, um allen Müttern der Welt zu sagen: Ich weiß, wie es euch geht.

Das ist für alle Mütter, die...

...eine ganze Nacht lang von kranken Knirpsen wachgehalten wurden,

...Kotze aus Babybrei, Würstchen, Geburtstagskuchen und Kirschsaft vom Boden gewischt und dabei "Alles ist gut, Mami ist hier" gesagt haben.

...Nacht für Nacht mit ihren Babys am Arm durch das Haus gelaufen sind, wenn sie nicht zu weinen aufgehört haben.

....mit Spucke im Haar, Milchflecken auf der Bluse und Windeln in der Handtasche in die Arbeit gegangen sind.

Für alle Mütter, die Fahrgemeinschaften gebildet, unzählige Kekse für Elternabende gebacken und Kostüme für Karneval oder Halloween genäht haben. Und für die Mütter, die das NICHT geschafft haben, weil sie arbeiten mussten, um die Rechnungen zu bezahlen.

Das ist für alle Mütter, die Babys auf die Welt gebracht haben, die sie nie sehen werden.

Und für die Mütter, die diese Babys aufgenommen und ihnen ein Zuhause und Liebe gegeben haben.

Das ist für alle Mütter, die sich jeden Abend ihren Hintern auf der Tribüne beim Eishockey, Basketball oder Fußballball abgefroren haben, anstatt vom Auto aus zu gucken, damit sie ihren Kindern, wenn sie "Hast du mich gesehen?" gefragt haben, sagen konnten: "Natürlich, ich hätte es niemals verpasst."

Das ist für alle Mütter, die ihre Kinder im Supermarkt anschreien mussten und ihnen aus Verzweiflung einen Klaps gegeben haben, wenn sie ihre Füße auf den Boden stampften wie ein kleines Rehkitz, weil sie Eiscreme vor dem Abendessen wollten. Und für alle Mütter, die sich selbst dafür gehasst haben, dass sie diesen schwachen Moment hatten.

Das ist für alle Mütter, die ihren Kindern geduldig erklärt haben, wie man Babys macht.

Und für alle Mütter, die es gerne getan hätten, aber nicht geschafft haben.

Für alle Mütter, die ein Jahr lang jeden Abend zweimal dieselbe Gute Nacht-Geschichte gelesen haben. Und sie "noch ein letztes Mal" gelesen haben.

Das ist für alle Mütter, die ihren Kindern beigebracht haben, die Schuhe zu binden, bevor sie eingeschult wurden. Und für alle Mütter, die stattdessen auf Klettverschluss gesetzt haben.

Das ist für alle Mütter, die ihren Söhnen gezeigt haben, wie man kocht und näht.

Und die ihre Töchter gelehrt haben, mutig und stark zu sein (und einen Basketball im Korb zu versenken).

Das ist für alle Mütter, die automatisch aufblicken, wenn jemand "Mama" sagt, obwohl sie wissen, dass ihr eigener Nachwuchs gar nicht hier ist.

Das ist für alle Mütter, die ihre Kinder mit Bauchweh in die Schule schickten und ihnen sagten, dass es "sicher besser wird", wenn sie da sind - um dann eine Stunde später einen Anruf zu bekommen, dass sie ihr Kind abholen sollen. Und das dann tun. Jedes Mal.

Das ist für alle Mütter, deren Kinder auf Abwege gekommen sind und es nicht schaffen, zu ihnen vorzudringen.

Und für alle Mütter, die sich manchmal in die Lippe beißen bis sie blutet, weil sich ihre jugendlichen Kinder die Haare grün gefärbt haben.

Was macht eine gute Mutter überhaupt aus?

Ist es Geduld? Ist es Mitgefühl? Breite Hüften? Die Fähigkeit, ein Baby zu stillen, Abendessen zu kochen, einen Knopf an ein Hemd zu nähen - und das alles zur gleichen Zeit?

Oder ist es das Herz? Ist es der Schmerz, den du fühlst, wenn du deine Tochter oder deinen Sohn aus dem Haus laufen siehst, wenn sie das erste Mal alleine zur Schule gehen?

Oder das furchtbare Gefühl um 1 Uhr morgens, wenn dein Teenager mit seinem neu erworbenen Führerschein eine Stunde zu spät nach Hause kommt?

Den Ruck, den du dir geben musst, um aus dem Bett zu kommen, wenn das Baby um 2 Uhr morgens schreit und nur deine Hand auf seinem Rücken spüren möchte? Oder das flaue Gefühl, wenn du deine schlafende Tochter oder deinen schlafenden Sohn ein letztes Mal ansiehst, bevor sie zum Studieren in eine andere Stadt ziehen?

Dieser Zwang, sofort nach Hause zu fahren und deine Kinder zu umarmen, wenn du von einem Feuer, einem Autounfall oder einem toten Kind gehört hast?

Für alle Mütter von Opfern eines Amoklaufes in der Schule, und für alle Mütter von jenen Kindern, die den Amoklauf verübt haben.

Für alle Mütter von Überlebenden, und für die Mütter, die beunruhigt vor dem Fernseher saßen und ihr Kind umarmten, das gerade wohlauf von der Schule nach Hause kam.

Das ist für die Mütter, die voller Tränen Blumen und Teddybären auf die Gräber ihrer Kinder gelegt haben. Deren Kinder an einer Krankheit, bei einem Unfall oder - am schwersten zu ertragen - durch einen Selbstmord starben.

Das ist für die jungen Mütter, die unter Schlafentzug Windeln wechseln. Und für die älteren Mütter, die lernen mussten und noch immer lernen, loszulassen. Für die arbeitenden Mütter und die Mütter, die zu Hause bleiben. Alleinstehende Mütter und verheiratete Mütter. Großmütter, deren Weisheit und Liebe immens wichtig für ihre erwachsenen Kinder und die Kinder ihrer Kinder ist. Für Mütter mit Geld, für Mütter ohne Geld.

Das ist für euch alle. Haltet durch!

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