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Aldi Süd wird zum Vorbild: Der Discounter verbannt bienengefährdende Pestizide aus Obst und Gemüse

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Von Aldi Süd kommt eine überraschende Nachricht nach der anderen. Vor einigen Monaten erst verkündete der Discounter, von nun an auf artgerechte Tierhaltung setzen zu wollen. Jetzt gab der Konzern bekannt, Pestizide aus Obst und Gemüse verbannen zu wollen.

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Damit ist Aldi Süd der erste große Händler, der diesen vorbildlichen Schritt geht. Wie der "Spiegel" berichtet, will der Discounter auf acht bienengefährdende Pestizide verzichten und hat seine Obst- und Gemüselieferanten aufgefordert, diese nicht mehr einzusetzen.

massiv der Kritik verschiedener Anbauverbände ausgesetzt

Die Ankündigung hat Folgen: Der Konzern sehe sich "massiv der Kritik verschiedener Anbauverbände" ausgesetzt, schreibt Aldi Süd in einem Schreiben des Konzerns an die Umweltschutzbehörde Greenpeace hervorgeht, aus dem der "Spiegel" zitiert. Greenpeace will den von Pestiziden in der Landwirtschaft senken. Nun wird Aldi Süd auf diesem Gebiet zum Vorreiter.

Lieferanten von deutschem Obst und Gemüse sind eigentlich bereits seit Jahresbeginn dazu verpflichtet, bestimmte Pestizide nicht mehr einzusetzen, die für das Bienensterben verantwortlich sind so etwa Cypermethrin. Die neue Vorgabe betrifft Gemüsesorten wie Blumenkohl, Gurken und Salat, aber auch Äpfel.

Hintergrund der Vorschrift ist: In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl an Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten dramatisch verringert. So sehr, dass Experten schon lange Alarm schlagen. Trotzdem sehen viele Betriebe in der Landwirtschaft nicht ein, auf die Pestizide zu verzichten. Der Deutsche Bauernverband beispielsweise sperrt sich noch immer gegen strengere Regelungen.

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