POLITIK
14/01/2016 06:25 CET | Aktualisiert 14/01/2016 10:01 CET

Türkei: 5 Tote und 39 Verletzte bei PKK-Anschlag

dpa
Bei einem Anschlag in der Türkei starben mindestens 5 Menschen

Bei einem Bombenanschlag im Südosten der Türkei sind mindestens 5 Menschen getötet worden. Außerdem gibt es laut derzeitigen Informationen 39 Verletzte. Laut Medienberichten handelt es sich um einen Anschlag der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Der Vorfall ereignete sich nahe der Stadt Diyarbakir.

Erste Bilder vom Ort des Anschlags zeigen ein völlig zerstörtes Gebäude:

Was ist geschehen? Zunächst detonierte vor der Station in der Stadt Cinar am späten Mittwochabend eine Autobombe, wie der Gouverneur der Provinz Diyarbakir mitteilte. Danach hätten die Rebellen die Wache mit Panzerfäusten und Feuerwaffen angegriffen. Unter den Opfern seien Zivilisten. Durch die Druckwelle der Explosion sei ein Haus neben der Wache eingestürzt. In diesem seien drei Menschen ums Leben gekommen, in der Polizeiunterkunft zwei, hieß es.

In der Provinz Mardin wurde der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge eine weitere Polizeiwache mit Panzerfäusten angegriffen. Von hier gab es zunächst keine Berichte über Opfer.

Die Zusammenstöße türkischer Sicherheitskräfte mit den Rebellen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK haben seit Juli wieder zugenommen und den ohnehin fragilen Friedensprozess zerstört. Am Dienstag hatte ein Selbstmordattentäter in Istanbul zehn deutsche Touristen getötet. Die türkische Regierung hatte die Terrormiliz Islamischer Staat dafür verantwortlich gemacht.

Es ist nach dem Anschlag in Istanbul, bei dem 10 Deutsche starben, der zweite schwere Terrorakt in der Türkei innerhalb weniger Tage.

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