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13/01/2016 11:22 CET | Aktualisiert 13/01/2016 16:13 CET

Stephen Hawking hat ein Problem gelöst, das ihm jahrelang den Schlaf raubte

Am 8. Januar wurde Stephen Hawking 74 Jahre alt. Trotz seines fortgeschrittenen Alters und seiner ALS-Erkrankung forscht er unermüdlich weiter, um das Universum besser zu verstehen. Er warnte bereits vor aggressiven Eroberern aus dem All:

Nun ist ihm ein echter Durchbruch in seiner Forschung gelungen, denn er hat ein wissenschaftliches Problem gelöst, das ihm schon seit Jahrzehnten den Schlaf raubt: das Informationsparadox der Schwarzen Löcher.

Für alle, die jetzt nur "Bahnhof" verstehen, eine kurze Erklärung: Schwarze Löcher gibt es überall im Universum. Sie entstehen, wenn gigantische Sterne sterben und sich zusammenziehen. Dabei kommt es zu solch einer großen Sogwirkung, dass Schwarze Löcher auch alles verschlingen, was um sie herum ist. Das können Planeten sein oder sogar Licht.

Schwarze Löcher könnten uns Auskunft darüber geben, wie unser Universum einmal ausgesehen hat - und da kommt das Problem: Wenn schwarze Löcher etwas verschlingen, verschlingen sie alle Informationen mit. Das heißt, wir können nicht sagen, wie das Schwarze Loch entstanden ist und was es alles verschlungen hat.

Das Informationsparadox geht folglich davon aus, dass Schwarze Löcher alle identisch sind und überhaupt keine Information über ihre Geschichte preisgeben.

Bereits letztes Jahr hat Hawking bekannt gegeben, dieses Informationsparadox lösen zu wollen und hat mit zwei Kollegen eine Theorie entwickelt und untersucht. Diese dreht sich um so genannte "Haare".

Hawking geht davon aus, dass Schwarze Löcher Haare besitzen. Diese Haare sind natürlich nicht wirklich Haare, sondern eher Lichtstrahlen oder Wellen. Sie könnten tatsächlich Informationen über das Loch in sich tragen, da sie eine Missbildung von Raum und Zeit sind (das heißt, man kann sich auf ihnen in der Zeit vor und zurück bewegen).

Das einzige, was aus dem Schwarzen Loch rauskommt, ist die so genannte Hawking-Strahlung, die aber keine Information mit sich bringt. Es könnte aber sein, dass sie einzelne "Haare" mitreißt, die wiederum Informationen zum Schwarzen Loch liefern könnten.

Verwirrt? Hawking selbst sagte im August über die Theorie, sie sei "chaotisch und nutzlos", würde aber zumindest das Informationsparadox lösen und beweisen, dass Schwarze Löcher sich voneinander unterscheiden.

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