POLITIK
12/01/2016 22:20 CET

Rechter Pegida-Hetzer vergleicht Angela Merkel mit Adolf Hitler

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Es hat sich schon lange angedeutet, dass der Tonfall auf den Pegida-Demos rauer wird. Doch was sich am Samstag in Köln abgespielt hat, war sogar für langjährige Beobachter der rechten Szene erschreckend. Das hat nicht nur mit den Gewaltexzessen auf der Turiner Straße zu tun, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.

Schon zuvor hetzten Redner gegen Andersdenkende, Andersgläubige und den Staat. Besonders hervor getan hat sich dabei ein Mann, der sich selbst "Michael Mannheimer" nennt. Im wahren Leben heißt er eigentlich Karl-Michael Merkle.

Schon seit fast zehn Jahren verbreitet "Mannheimer" islamfeindliche Botschaften – ob im Netz oder auf Vorträgen. Sein Blog ist eine der prominentesten innerhalb der Islamhasser-Szene. Außerdem war er in der Vergangenheit immer wieder als Autor für die reichweitenstarke Hetzseite "PI-News" aktiv.

"Mannheimer" ist etwa seit Jahren davon überzeugt, dass Europa von arabischen Einwanderern feindlich übernommen wird. Lange Zeit hat er dafür den Begriff "Eurarabia" geprägt. Im Jahr 2011, nach den Breivik-Attentaten in Norwegen, veröffentlichte er dort einen "Aufruf zum allgemeinen Widerstand des deutschen Volkes". Darin fordert er die Bundesbürger zum bewaffneten Kampf gegen das "Establishment" auf.

Auch in Köln äußerte "Mannheimer" wiederholt radikale Positionen. So plädierte er für ein "Verbot" des Islam, verglich die Kölner Silvester-Übergriffe mit der Reichsprogromnacht und bezeichnete Angela Merkel als die "schlimmste Kanzlerin seit Adolf Hitler".

Ganz offen rief er die anwesenden Hooligans zur "Vernichtung der Antifa" auf. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch "Mannheimer" seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Situation an diesem Tag eskaliert ist.

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