POLITIK
12/01/2016 22:18 CET

Pässe ausgestellt: Immer mehr Iraker wollen zurück in ihre Heimat

dpa
Immer mehr Flüchtlinge und Migranten aus dem Irak möchten zurück in ihr Heimatland

Flüchtlinge aus dem Irak wollen immer öfter zurück in die Heimat. Das geht aus einem Bericht der "Welt" hervor. Die Zahl der irakischen Migranten, die Deutschland wieder verlassen, ist demnach in den letzten paar Monaten deutlich gestiegen.

Laut Angaben des Auswärtigen Amts hat die irakische Botschaft bisher 1400 Pässe für Rückkehrer ausgestellt. Noch im Oktober waren es lediglich 150 Iraker, die diesen für eine Rückkehr in ihre Heimat beantragt hatten, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Gründe für diesen Anstieg sind bisher nicht bekannt. Es wird allerdings angenommen, dass aktuelle Erfolge im Kampf gegen den "Islamischen Staat" in der Region, vielen Irakern Hoffnungen gemacht haben, wieder in ihrem Land leben zu können. Auch enttäuschte Vorstellungen der Situation in Deutschland könnten mit dem Anstieg zu tun haben.

Die Ausstellung von Pässen für Rückkehrer ist im Sinne der Bundesregierung. Sie hatte sich in den letzten Monaten immer wieder dafür eingesetzt, dies schnell möglich zu machen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière geht sogar noch weiter: Am Montag hatte er die Forderung geäußert, die deutsche Entwicklungshilfe für Staaten auch davon abhängig zu machen, ob Regierungen bereit sind, Staatsbürger wieder aufzunehmen, die in Deutschland keine Bleibeperspektive haben.

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