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11/01/2016 11:59 CET

Schimmel in der Wohnung: Das kann man gegen die Gesundheitsgefahr tun

Alliance via Getty Images
Schimmel in der Wohnung: Das kann man dagegen tun.

Schimmel in der eigenen Wohnung - das sieht nicht nur unschön aus, es kann auch gesundheitsschädlich sein. Eingeatmete Schimmelsporen und Gifte (sogenannte Mykotoxine) können krankmachen. Besonders Kinder, Senioren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind dabei gefährdet. Das berichtet "Die Presse".

„Je länger man dem Schimmel ausgesetzt ist, desto größer ist das Risiko, dass aus einer anfänglichen Sensibilisierung eine handfeste Allergie wird", warnt Umweltmediziner Hans-Peter Hutter, Professor am Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien in der Zeitung.

Bis zu drei Prozent der Deutschen sind Schätzungen nach bereits Schimmel-Allergiker, weit mehr sind vermutlich bereits desensibilisiert. Doch nicht nur das: Im schlimmsten Fall können vor allem Menschen mit sehr schwachen Abwehrkräfte dadurch eine Lungenentzündung bekommen.

Aber: Wie entsteht Schimmel in der Wohnung?

Schimmelpilze wachsen da, wo ihre Sporen auf einer feuchten Fläche gekommen sind. Feuchte Flächen in der Wohnung können dem "Umweltbundesamt" zufolge verschiedene Ursachen haben:

  • Über defekte Dächer oder Risse im Mauerwerk kann Feuchtigkeit in die Wohnung eindringen.
  • Aufsteigende Feuchte in den Wänden können auch ein Problem sein.
  • Nach Baumaßnahmen war die Trocknung nicht ausreichend.
  • Rohrbrüche oder anderen Wasserschäden sind weitere Gründe für eine erhöhte Feuchtigkeit in der Wohnung.
  • Trotz erhöhter Raumluftfeuchte wird zu wenig gelüftet.
  • Die Luftfeuchte kondensiert im Bereich von „kalten“ Wänden, weil die Wärmedämmung unzureichend ist oder falsch geheizt wird.

Was kann man gegen Feuchtigkeit tun?

Wichtigste Grundvoraussetzung für eine schimmelfreie Wohnung ist: Das Gebäude muss intakt sein. Danach kommt es auf das eigene Verhalten an. Das bedeutet, man muss richtig Heizen und Lüften, um so regelmäßig die Feuchtigkeit aus der Wohnung zu bringen. Vor allem wenn die Fenster (aus energetischen Gründen) dicht verschlossen sind, muss verstärkt gelüftet werden.

Bei Wasserschäden gilt es, die betroffenen Flächen schnell zu trockenen. Nur so kann man das Schimmelwachstum verhindern.

Wer kalte Wandtemperaturen verhindern will, sollte sich auch der Wärmedämmung widmen. Das rät das Bundesamt.

Wie erkenne ich Schimmel?

Ob die eigenen vier Wände schimmelbefallen sind, das sieht und riecht man:

  • Wachsen Schimmelpilze, so entstehen durch ihre gefärbten Sporen farbige, oft braune oder schwarze Flecken an Wänden, Decken oder Möbeln.
  • Vorsicht: Der Schimmelbefall muss nicht sichtbar sein. Manchmal verbirgt sich dieser hinter Schränken oder in abgehängten Decken. Ein erster Hinweis ist den Experten zufolge oft ein modriger, muffiger und kellerartiger Geruch.

Was hilft gegen Schimmel?

Wer Schimmel in der Wohnung hat, kann zunächst versuchen, selbst dagegen vorzugehen. Wichtig ist hierbei jedoch die richtige Schutzkleidung. Handschuhe, Mundschutz und eine Brille schützen die eigene Gesundheit vor den Schimmelsporen, die durch die Aktion aufgewirbelt werden. Zudem sollten die Türen zu anderen Räumen verschlossen und die Fenster geöffnet werden.

Dann geht es darum, die betroffenen Flächen zu reinigen. Entweder man wischt diese mit einen Lappen ab, der in 70 bis 80 prozentigen Alkohol getränkt worden ist. Oder man nutzt das weitgefächerte Angebot im Bauhaus: Hier gibt es gegen Schimmel spezielle Wandfarben oder auch Chlorreiniger.

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