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Eine Pro-Sieben-Moderatorin wurde sexuell beleidigt - wie der Sender reagiert, verstehen nur wenige

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Sexuelle Beleidigungen gehen gar nicht. Und man sollte meinen, dass hierüber Konsens besteht - tut es aber leider nicht. Das durfte nun das Social Media-Team des Fernsehsenders Pro Sieben erfahren. Denn dort hatte man sich entschieden, auf einen beleidigenden Kommentar zur Moderatorin Rebecca Mir zu reagieren.

"Dich werden wir melden. An @TwitterDE und an den #Staatsanwalt. Dieser beleidigende Tweet ist nicht zu entschuldigen", twitterten die Verantwortlichen.

Doch statt Zuspruch brach eine Debatte los, die in dem Aufruf zum Boykott des Senders ihren einstweiligen Höhepunkt fand. Dabei überboten sich viele Twitter-User in größtenteils noch widerlicheren Kommentaren:

Das Social Media-Team des Senders reagierte auf viele der Kommentare und gab kräftig Kontra. Auch der Pressesprecher von ProSieben äußerte sich öffentlich und erklärte: "Wer eine ProSieben-Moderatorin im Netz sexistisch angeht und beleidigt, muss mit Konsequenzen rechnen."

Rebecca Mir selbst hat sich bislang nicht zu dem Thema geäußert.

Der ursprüngliche Tweet wurde mittlerweile gelöscht, der Twitter-Account des Nutzers gesperrt.

Und wir hoffen weiter, dass Sexismus trotz allem Gegenwind die Stirn geboten wird.

Seid ihr dabei? ☺️#Taff

Posted by Rebecca Mir on Thursday, 7 January 2016

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