POLITIK
10/01/2016 11:08 CET | Aktualisiert 10/01/2016 18:51 CET

Pressefotograf soll Böller auf Pegida-Demo gezündet haben - dahinter steckt aber etwas völlig anderes

Die Emotionen sind hochgekocht bei der Pegida-Demo am Samstag in Köln. Der Hass wurde von allen Seiten herausgeschrien, Böller flogen und dann rollten sogar die Wasserwerfer der Polizei an.

In dieser Stimmungslage tauchte ein Video des Lokalsenders "Köln.tv" auf, das im Netz für jede Menge Gesprächsstoff und wütende Anschuldigungen sorgte.

Es soll angeblich einen Fotografen zeigen, der einen Böller zündet und fallenlässt. Viele Pegida-Anhänger sahen sich umgehend in ihrer, vorsichtig formuliert, Skepsis gegenüber den Medien bestätigt.

Eine Nutzerin schrieb beispielsweise, der "Staatsschutz mit Presseausweis sprenge mit Böllern die Pegida-Demo."

Tatsächlich beendete die Polizei die Demo vorzeitig - es seien immer mehr Flaschen, Böller und Steine geflogen, teilte die Polizei später mit. Mit Wasserwerfern wurde die Veranstaltung aufgelöst. Nach vorläufigen Angaben wurden mehrere Polizisten und ein Journalist verletzt. 15 Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern.

Pegida-Anhänger vermuten nun, dass der vermeintliche Böllerwurf durch einen Fotografen den Demo-Abbruch provozierte. Eine Video-Analyse zeigt hingegen, dass der Böller aus der Gruppe der demonstrierenden Hooligans geworfen wurde und Richtung Polizei und Journalisten flog. Dies zeigt eine Analyse des "Kölner Stadt-Anzeiger".

Soviel zum Thema "Lügenpresse".

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