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Das haben Nazis einem tunesischen Mädchen zu Silvester angetan

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Chemnitz hat seinen eigenen Fall von Silvester-Übergriffen. An Silvester verprügelten Jugendliche einen gehbehinderten Tunesier und seine 13-jährige Tochter auf erschreckend brutale Weise.

Der 49-Jährige schilderte in der "Freien Presse" den Vorfall. Nachdem sie sich das Feuerwerk in der Innenstadt angesehen hatten, stiegen der Vater uns seine beiden Töchter am Gablenzplatz aus der Straßenbahn der Linie 5 aus.

Dann passierte es. Vom gegenüberliegenden Gleis sei eine Gruppe von sieben jungen Männern und einer Frau auf sie zugekommen. Jemand habe "Scheißkanacken" gesagt. Der Familienvater, der auf einen Rollator gestützt geht, habe die Gruppe gefragt, was los sei. Man habe ihm sofort Pfefferspray ins Gesicht gesprüht.

Seine Tochter Wisal bekam einen Ellenbogen ins Gesicht, sagte er "bild.de". "Dann wurde ihr sogar ins Gesicht getreten, als sie am Boden lag." Auf einem Foto des Mädchens, das "bild.de" twitterte, ist deutlich ein Schuhabdruck in ihrem misshandelten Gesicht zu erkennen.

Niemand der Umstehenden habe geholfen. "Dann lief die Gruppe in die Stadt. Viele sahen zu, keiner griff ein. Die Täter klauten Vater den Rucksack mit 620 Euro - unser ganzes Geld vom Sozialamt."

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